Schaltereingang flackert

  • Hallo,
    Ich habe heute meine Poolsteuerung auf einen Shelly Pro 2PM umgebaut um besser erkennen zu können wenn Fehler auftreten (siehe unten für Details wenns interresiert).

    Jetzt habe ich folgendes Problem zum manuellen Ein/Ausschalten der Pumpe geht ein 230V AC Kabel vom Pumpenraum in die Halle, auf einen Schalter und wieder zurück.
    Allerdings handelt es sich bei dem Kabel um ein 5 Adriges Kabel und zusätzlich zu den beiden Adern für den Schalter geht auch noch N+L für die Beleuchtung, sowie eine Erde im selben Kabel.
    Die Nähe zwischen den Adern, gekoppelt mit der hohen Luftfeuchte in der Halle reicht anscheinend aus, um den Shelly glauben zu lassen der Schalter wäre an, auch wenn dieser aus ist.
    Wenn ich mit dem Phasenprüfer den Schalterkontakt berühre glimmt dieser auch ganz leicht.
    Meine Frage ist nun: Wie kann ich das unterbinden ?
    Zweites Kabel verlegen ist keine wirkliche Option, da es unterirdisch läuft und den Dauerstrom brauche ich auch.

    Details:
    Ich verwende beide Ausgänge des Shelly, Ausgang 1 steuert eine Umwälzpumpe mit etwa 700W, Ausgang 2 versorgt eine Wärmepumpe (hier wird nicht geschaltet sondern lediglich der Verbrauch gemessen).
    Beide Geräte hängen an der selben Phase, jedoch an zwei separaten 16A Sicherungen. Sicherung 1 für die Pumpe versorgt zusätzlich den Shelly selbst.
    Der Grund warum ich die bestehende Lösung (einen Sonoff Basic R2) durch den Shelly ersetzt habe ist, dass die Pumpe manchmal nicht korrekt anläuft.
    Durch die Verbrauchsmessung des Shelly kann ich das Erkennen und die Pumpe wieder abschalten um ein Durchbrennen zu verhindern.
    Beide Ausgänge haben einen Snubber verbaut, auch wenn ich gesehen hab, dass die Pumpe ohnehin einen Eingebaut hat.

  • Die Nähe zwischen den Adern, gekoppelt mit der hohen Luftfeuchte in der Halle reicht anscheinend aus, um den Shelly glauben zu lassen der Schalter wäre an, auch wenn dieser aus ist.

    Dem ist leider nicht so: So gut wie alle Shellies werden sowohl mit L-, als auch mit N-Potential getriggert. Daher wird der Eingang bei offenem Schalter über N-Potential (über den Verbraucher) bei geschlossenem Schalter über L-Potential aktiviert. Diese Gesvhichte hatten wir heute schon einmal:


    Hier finden sich auch zwei Alternativen zur Abhilfe.

    Der theoretische Hintergrund ist hier aufgezeigt:

    thgoebel
    2. September 2021 um 18:57

    „Habt Geduld. Alle Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden!“ (aus Frankreich)

    „Nothing in life is to be feared, it is only to be understood.“ (Marie Curie, 1867-1934)

    „Comment is free, but facts are sacred“ (C.P. Scott, britischer Verleger)

  • Bau doch ein kleines Installationsschütz ein, welches du statt des Shelly - Eingangs ansteuerst. Dessen Kontakt schließt du dann am Eingang des Shelly an.

    Edit: Ich gehe davon aus, dass der Schalter nur auf den SW schaltet, der Ausgang des Shelly schaltet dann die Pumpe, oder?

  • Auch wenn ich immer eher ein Freund davon bin das Problem "zu suchen und zu beheben", scheint das bei dir u.u. sehr schwer zu werden.
    => Hast du überlegt direkt beim Schalter einen Shelly I4 Gen3/4 zu verbauen und das Schaltsignal per WLAN (=> Aktion) an den Shelly Pro 2PM zu schicken?

    Verwendung wenn möglich von Off-Cloud-Geräten wie Shelly (Cover, H&T, ...), NUOS Tasmota, Velux, Nuki, Ecowitt (Weatherstation), aber auch Cloud-Geräten wie Anker Solix (BKW), Husquarna (Rasenmäherroboter) und Roborock (Staubsaugerroboter).
    Alles zentral gesteuert durch Home Assistant.

  • Ich gehe davon aus, dass der Schalter nur auf den SW schaltet, der Ausgang des Shelly schaltet dann die Pumpe, oder?

    Korrekt.

    Die Idee mit dem Schütz hatte ich auch schon, aber leider ist mein Sicherungskasten zusammen mit dem Shelly und meinem RS485 Interface für die Wärmepumpe voll.
    Für ein Schütz müsste ich eine der Sicherungen rauswerfen. Wäre möglich, da die benötigte Leistung bei den Meisten vernachlässigbar ist, würde ich aber gerne Vermeiden wenn möglich. Zudem würde ein zusätzliches Schütz meiner Meinung nach den Shelly ein wenig ad absurdum führen.

    Hast du überlegt direkt beim Schalter einen Shelly I4 Gen3/4 zu verbauen

    Das halte ich für keine gute Idee, der würde vermutlich nicht lange überleben. In der Halle hats im Sommer gerne mal 50°C oder mehr bei 90% Luftfeuchte und Chlorwasser in der Nähe. Wir haben es sogar geschaft dass "Edelstahl" Leuchten anfangen zu rosten, ich wäre sehr überrascht wenn der Shelly in der Umgebung mehr als ein Jahr überlebt.

    Daher wird der Eingang bei offenem Schalter über N-Potential (über den Verbraucher) bei geschlossenem Schalter über L-Potential aktiviert.

    Naja ich hab aber keinen Verbraucher auf dem Anschluss. Der Schalter befindet sich (wie auf dem Aufdruck des Shelly) zwischen L und SW. Es ist nichts am Schalter anschlossen. Wenn der Schalter aus ist ist der Eingang Floating. Das Problem scheint zu sein, dass das (relativ) lange Kabel, gekoppelt mit der hohen Luftfeuchte genug Spannung im unverbundenen Draht induziert um den Shelly glauben zu lassen er wäre mit L verbunden.

    Ich weiß nicht wirklich wie mir der bukowski draht mir dabei helfen soll.

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