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Es dauerte etwas, bis der erste Shelly LAN Switch auf meinen Tisch kam - mit einem defekten VDR und einer durchgebrannten Sicherung. Eine gute Gelegenheit, mal in das Innere zu schauen:
Das Netzteil-Modul stammt von der pro-Serie (Shelly pro 3), es liefert 12V DC an die Hauptplatine.
Fünf Ethernet-Übertrager sorgen für die galvanische Trennung der LAN-Ports von der Switch-Elektronik.
Ein Marvell 88E6071-NNC2 erledigt die Arbeit mit den Ethernet-Paketen. Leider ist ein passendes Datenblatt nicht wirklich zu finden…
Die Unterseite der Leiterplatte zeigt sorgfältig ausgeführte Ausfräsungen zur Realisierung von Luftstrecken.
Hoppla - da gibt es drei Anschlußklemmen! Die linke Klemme ist abgedeckt und unbeschriftet:
Ein Blick auf die Leiterplatte zeigt, daß die dritte Klemme unbeschaltet ist:
Das bietet die Gelegenheit, das Gerät mit 12V DC zu versorgen - für die Verwendung in Wohnwagen und Wohnmobilen:
Zur Vermeidung von Schäden durch Verpolung lötet man eine Schottky-Diode zwischen die beiden angegebenen Lötpunkte - fertig! Den dritten Schlitz feilt man mit einer Rundfeile in die Abdeckung - oder lässt diese weg. Die Klemmen werden entsprechend beschriftet:
Leider hat man das Netzteil in der üblichen Manier beschaltet: Der Neutralleiter führt zum „heißen“ Pol des Netzteils, mit der Diode zur Netzgleichrichtung und dem Gleichstromzwischenkreis. Daher liegt die GND-Ebene des Geräts auf L-Potential. Dies lässt sich leicht vermeiden, indem man L und N vertauscht anschließt: Die Potentialunterschiede auf der Leiterplatte sind wesentlich geringer, weil nur ein kleiner Teil der Bauteile des Netzteils mit „Phase“ beaufschlagt werden. Dann trennt auch die Sicherung den L-Leiter ab!