Seit einigen Tagen ist der Nachfolger des Shelly plus 2PM auf dem Markt: Shelly 2PM Gen3. Wie sieht es in seinem Inneren aus? Unterscheidet sich das neue Gerät ausschließlich durch den Prozessor?
Ein Blick ins Innere:
Der erste Eindruck: KEINE Sub-Baugruppe für die beiden Relais! Alle Bauteile sind auf einer Grundleiterplatte. Dazu war ein kleiner Trick erforderlich, damit die Bauhöhe nicht allzusehr ansteigt (Shelly plus 2PM: 16mm, Shelly 2PM Gen3: 16,5mm). Dies erreichte man durch Durchbrüche in der Gehäuseoberschale über den beiden Relais:
Die Öffnungen werden durch das Etikett abgedeckt. Dies hat zur Folge, daß dieser Shelly etwas schwerer zu öffnen ist, als andere: Der Kleber des Labels versucht, die Relais festzuhalten…
Hier der Blick unter die Oberschale. Die beiden Kaptonfolien wurden von mir appliziert um das Öffnen zu erleichtern…
Die Unterseite der Leiterplatte zeigt uns, daß der altbekannte ADE7953 als „Energy Meter“ arbeitet (links mittig). An dieser Stelle gibt es somit keine Veränderung gegenüber dem Vorgänger. Die Shunts sind mit 1mΩ (?) viermal kleiner als die der beiden Vorgänger (4mΩ bei Shelly 2.5 und plus 2PM).
Auf der Oberseite der Leiterplatte fällt der große VDR auf (blaue Scheibe links oben). Dies haben wir bei einigen Generation 3-Gerätem bereits so gesehen: Diese Änderung verspricht eine längere Standzeit der VDR bei häufigen Überspannungen.
Die Shelly-ESP32-CPU ist rechts unten zu erkennen. Der IC-Aufdruck sollte ablesbar sein, deshalb erspare ich mir das Abschreiben.
Fazit: Es sind keine besonderen Bauteile zur Implementierung des „Slat-Mode“ (Jalousien-Verstellung) zu erkennen. Dies ist ein Firmware-Feature. Leider kann es wohl beim Shelly plus 2PM wegen fehlenden Speicherplatzes nicht nachgerüstet werden…