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Ich habe einen Shelly 3EM im Lastkreis zum Drehstrom-Kompressor eingebaut, um den Verbrauch zu dokumentieren.
Zunächst habe ich den 3EM so eingebaut, wie er geliefert wurde. Da ich hier bereits Abweichungen zwischen den Kanälen A-B-C hatte, habe ich mir einen Messaufbau gemacht in dem ich ein Ampere Meter an einen 2KW Elektro-Radiator angeschlossen habe. Hier waren die Kanäle schon unterschiedlich. Nach der Kalibrierung zeigten alle 3 Kanäle 8,8A an.
Im Drehstrombetrieb in der Wärmepumpe kamen diese Werte raus:
A 2466,7W
B 2330,1W
C 2068,3W
Rechne ich die Abweichung ergibt sich diese asymmetrische Last:
A-B 136,6W
B-C 261,8W
C-A -398,4W
Die Summe im Sternpunkt ist folglich Null, was bei Sternschaltung auch korrekt wäre.
Irgendwie kann ich mir aber nicht vorstellen, dass der Kompressor eine derart asymmetrische Belastung darstellt.
Fremde andere Verbraucher gibt es nicht, denn die Wärmepumpe hat neben dem Hauptanschluss den ich messe, über eine getrennte Leitung mit eigener Sicherung eine gesonderte Stromversorgung nur für Steuerung und Pumpen der Anlage.
Folgende Werte kann ich mit Homematic aus der 3EM auslesen:
Hinweis: Die Werte "energy" und "Energie returned" sind alt und nicht relevant.
Aktuell von heute nach der Kalibrierung sind nur "voltage" , "power" und "power factor".
Ziel ist es die Leistungsaufnahme des Kompressors zu ermitteln. Die Leistung kann man auf dieser Website berechnen lassen:
https://www.js-technik.de/online-rechner…-i-x-cos-f-x-3/
Das ist die Formel bei Verbrauchern mit symmetrischer Last:
P = U * I * cos(y) * Wurzel(3)
Setze ich die Shelly 3EM Werte ein, bekomme ich das raus:
Kanal A: 237,5V * 14,07A * cos(0,74) * Wurzel (3) = 4,283 KW
Kanal B: 238,0V * 14,82A * cos(0,66) * Wurzel (3) = 4,032 KW
Kanal C: 236,2V * 13,05A * cos(0,67) * Wurzel (3) = 3,577 KW
Zwischen Kanal A und C sind das 706W Unterschied? Bezogen auf A sind das -16,5%. Was ist da los?
Rechne ich zusammen nach der Shelly Abgabe zur zusammen:
Power A + Power B + Power C = 2466,7 + 2330,1 + 2068,3 = 6,8651 kW
Nach dem Datenblatt des Herstellers hat der Kompressor eine Leistungsaufnahme von 5,96 kW.
Da liege ich auch 905 W zu hoch.
Ein Messfehler wegen einer falsche Verdrahtung kann ich ausschließen.
Fragen:
- Macht es Sinn die Kalibrierung im Drehstrombetrieb zu wiederholen?
Genauer wäre doch A,B.C auf der gleichen Leitung im 230V Betrieb zu kalibrieren.
- Welche der Aufnahmeleistungen oben, ist der tatsächliche Verbrauch des Kompressors?