Empfindlichkeit der Shelly-Steuereingänge

  • User BSAhrdt hat in diesen beiden Threads

    BSAhrdt
    7. Februar 2022 um 11:54

    und

    über einen Shelly 2 berichtet, dessen Steuereingang auf mysteriöse Weise dauerhaft aktiviert wurde. Habe versucht (a) die Empfindlichkeit der Steuereingänge zu bestimmen und (b) das Szenario des Nutzers nachzustellen. Hier die Ergebnisse zu (a):

    Meßaufbau

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    Ein Shelly 1 (in Ermangelung eines Shelly 2) wurde mit 24V DC gespeist und ein Funktionsgenerator am Eingang SW angeschlossen. Die Spannungen an Punkt A (Eingang SW), Punkt B (Kollektor des Transistors, den den GPIO-Port des ESP8266 ansteuert und Punkt C (Relaiskontakt) wurde oszillographiert. Weil die Eingangsbeschaltung bei Shelly-Aktoren der Generation 1 und 2 identisch ist, gelten die Meßergebnisse für alle Aktoren mit Ausnahme von Shelly UNI, Shelly RGB, Shelly 4Pro (andere Eingangsbeschaltung) und Shelly EM, Shelly 3EM, Shelly Plus S, Shelly Plug (kein Eingang vorhanden).

    Meßergebnisse

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    (SCR167) Positiver Impuls an SW. Weil überwiegend GND-Potential an SW vorhanden ist, ist der Ausgang akiviert. Der Shelly schaltet bei dieser Impulsbreite (35ms) gerade eben noch nicht.

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    (SCR168) Die Impulsbreite beträgt 35ms; Amplitude rd. 5V.

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    (SCR171) Bei einer Impulsbreite von 45ms wird der Steuereingang sicher aktiviert - der Shelly schaltet (ab).

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    (SCR172) Details des Eingangsimpulses: Impulsbreite 45,3 ms; Amplitude 5V

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    (SCR173) Der Eingangsimpuls ist so schmal, daß der Transistor nicht in Sättigung kommt - Shelly schaltet nicht.

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    (SCR174) Die Impulsbreite beträgt 25,46ms.

    Im Folgenden werden negative Impulse (High 5V, Low GND) auf den Steuereingang gegeben:

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    (SCR177) Shelly schaltet gerade eben noch nicht.

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    (SCR178) Impulsbreite 20ms; Amplitude 5,1V

    Ab einer Impulsbreite von 22ms schaltet der Shelly sauber:

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    (SCR179)

    Fortsetzung und Fazit im nächsten Beitrag (Maximalanzahl Dateianhänge ist erreicht)...

    „Habt Geduld. Alle Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden!“ (aus Frankreich)

    „Nothing in life is to be feared, it is only to be understood.“ (Marie Curie, 1867-1934)

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    3 Mal editiert, zuletzt von thgoebel (3. April 2023 um 15:00) aus folgendem Grund: Schaltbild ausgetauscht: Tatsächlich handelt es sich um einen PNP-Transistor (SMD-Code „FO“).

  • (Fortsetzung)

    Legt man über einen Koppelkondensator von 10nF ein Sinussignal an den Steuereingang, so beobachtet man (wie erwartet), daß die beiden Dioden an SW das Eingangssignal clippen:

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    (SCR181) Das Signal hat eine Amplitude von 20Vss bei einer Frequenz von 4Hz. Keine Reaktion des Shelly!

    Erhöht man Frequenz und Amplitude (getestet wurden 16,6Hz - Bahnstrom - und 50Hz - Netzfrequenz) schaltet der Shelly ebenfalls nicht. Bei 50Hz wurden über 30Vss erreicht:

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    Fazit

    Obwohl der Steuereingang eines Shelly bei Spannungen < 1,6V aktiviert wird und ein Strom von lediglich 16µA fließen muß, um den Shelly zu aktivieren, zeigt sich der Shelly dennoch relativ störfest: Dies belegen die Impulsbreiten von 45ms bzw. 22ms, die je nach Polarität des Impulses erreicht werden müssen, um eine Reaktion hervorzurufen. Dies erscheint mir als ausreichend störfest.

    Während der Messungen hat sich übrigens herausgestellt, daß der Shelly 2 des Users einen Hardwaredefekt aufweist.

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    2 Mal editiert, zuletzt von thgoebel (7. April 2022 um 13:15)

  • Danke für die Infos.

    Wo ist denn auf der Schaltung der N?

    Oder übersehe ich etwas?

  • Die in Beitrag #1 angegebene Skizze ist keine vollständige Schaltung des Shelly 1, sondern stellt lediglich die Eingangsbeschaltung bis zum GPIO-Port des ESP8266 dar. Klemme N führt zum ersten Spannungsregler (step down converter), der hier nicht gezeigt ist.

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  • OK,

    wärst DU so freundlich mir das etwas zu erklären, würde mich jetzt interessieren.

    Wie die Zustände bei SW = L, SW = N und SW = (nichts angeschlossen) sind).

    Danke

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