Berry Programm? Meinst du auf einem Raspberry? das ist schon zu "gross".
Nein, kein Raspberry Pi.
Wenn man Tasmota32 (nur für ESP32 Boards) nutzt, steht auch die Programmierumgebung, ein online Editor, zum Erstellen von Programmen zur Verfügung, die in der Programmiersprache Berry erstellt werden. Diese ist C affin und bietet so einiges, was es in Shelly Script nicht gibt. Ich mag Shelly Script insbesondere wegen des gut strukturierten API und der mächtigen Schedule Jobs.
Ich habe seit langem kein Berry Programm mehr erstellt, weiß aber noch folgendes.
Es gibt eine Berry Konsole, in welcher man Berry Kommandos eingeben und damit testen sowie experimentieren kann.
Bei laufendem Berry Programm kann man bspw. Variableninhalte ausgeben lassen und auch Funktionen aufrufen.
Es steht ein einfaches Dateisystem zur Verfügung, in welchem man seine Berry Programme ablegen kann.
Berry ist eine Hybridsprache, Quellcode wird in Dateien mit Suffix .be abgelegt. Ein Compilat erhält das Suffix .bec. Der kleine Interpreter arbeitet solche .bec Dateien ab, die geladen wurden.
In eine Datei autoexec,be trägt man am besten per load <Dateiname> die Dateien ein, die mit dem Booten geladen und ausgeführt werden sollen. .be Dateien werden mit dem Laden automatisch compiliert, das Compilat in einer .bec Datei abgelegt und ausgeführt.
Berry ist sehr interessant und man kann von Rules Berry Funktionen aufrufen lassen - mit Parameterübergabe.
Per Berry kann man auf die flüchtigen (Varx) und die nichtflüchtigen (Memx) Rules-Variablen zugreifen.
Die Rules sind Ereignis gesteuert und somit die Berry Funktionen auch.
Es ist sogar möglich, per Berry externe Hardware (Sensoren, Aktoren) direkt anzusprechen (Gerätetreiber), was ich aber nie ernsthaft tat.
Inzwischen soll es weitere Möglichkeiten geben, die ich (noch) nicht kenne.
Ich habe ein wenig dazu dokumentiert.