Beiträge von thgoebel

    Ja ich habe eine Starkstromsteckdose. Also wenn ich diese nutze, dann würde der Shelly das falsch anzeigen?

    Nein. Der Shelly zeigt auch den Verbrauch des Gerätes an der CEE-Dose korrekt an.

    Zur Erläuterung (in der Hoffnung, daß es verständlich ist):

    Zur Feststellung des korrekten Anschlusses eines Drehstrom-Motors gibt Drehfeld-Meßgeräte. Die hat eine Fachkraft in der Werkzeugtasche und kann damit die Verdrahtung prüfen.

    Nun hat der Hersteller des „Energy-Meter“-ICs, welches im Shelly zur Messung von Spannung, Strom und Leistung eingebaut ist, sich ein „Gimmik“ einfallen lassen und, weil es nichts kostet, eine Drehfeld-Meßfunktion in den Chip eingebaut. Nichts schlimmes…

    Aber der Fluch der bösen Tat war, daß das Marketing bei Shelly Ltd. dachte, das sei ein brauchbares Feature (was zudem nichts kostet) und stellte das Prüfergebnis in der App und im WebUI zur Verfügung. Nun wird sich niemand einen Shelly pro 3EM kaufen, wenn er ein Drehfeld-Meßgerät benötigt. Aber es gibt -zig Anfragen zu diesem Thema hier im Forum, die alle beantwortet werden müssen/wollen/sollen.

    Und zum Abschluß noch einmal: Diese Meldung bedeutet NICHT, daß falsche Meßwerte zu erwarten sind! Falsche Meßwerte gibt es zu hauf, jedoch nicht wegen eines Links-Drehfeldes! Daher deaktiviert man diese Meldung am besten beim Einbau des Shelly..

    Die Kontrollleuchten müssen an den beiden Ausgängen O1 und O2 angeschlossen werden, um den Schaltzustand des Geräts anzuzeigen. Denn die Ausgänge können ja auch durch die App, das WebUI oder via Aktionen von anderen Shellies gesteuert werden. Die beiden Eingänge S1 und S2, die von den beiden Schaltern getriggert werden, spiegeln nicht zwingend den Schaltzustand des Shelly wieder.

    tvbshelly zeigt in Beitrag #48 die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten einer Wallbox. Daraus schließe ich, daß es zwar ein (simples) standardisiertes Protokoll zur Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule gibt, das Verhalten der verschiedenen Fahrzeugtypen jedoch sehr unterschiedlich ist. Dies ist für die Hersteller der Ladesäulen nur dadurch lösbar, daß eine Menge an Konfigurationsvarianten implementiert werden müssen. Und der eine Hersteller hat dies sehr umfangreich gestaltet, andere weniger. Auf jeden Fall ist diese Implementierung sehr aufwendig, weil viele Fahrzeugtypen getestet werden müssen.

    Das war sicher nicht im Sinne einer Standardisierung…

    Hier die Schaltung:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    D2 ist die „kleine“ Diode. D1 hat den SMD-Code „A7“, ist daher eine 1N4007. SMD-Cose „FQ“ ist der PNP-Transistor. C2 hat etwa 100nF.

    Mit einem Shelly 2PM Gen3/4 ist das nicht möglich. Meine Aussage bezieht sich auf Shellies mit potentialfreien, SELV-konformen Kontakt(en), wie Shelly plus 1, Shelly 1 Gen3/4 und Shelly pro 1/2/3.

    Andere Shellies lassen sich mit 24DC speisen. Geschieht dies mit einem SELV-konformen Netzteil, sind sie für die Aufgabenstellung durchaus verwendbar. Dazu sind unter Umständen (bei Verbrauchern, die 24V AC benötigen) zwei Netzteile erforderlich (AC und DC).

    Nachtrag: Danke, Torsten, für Deine Intervention! Als Du das schriebst, war ich beim Mittagessen…

    Ein Beispiel aus der Praxis:

    Fahrzeug VW E-up; solarabhängiges Laden über WB ABL eMH1, Steuerung überSENEC.Home V3 hybrid duo. Das Fahrzeug benötigt 6A Mindestladestrom (PWM-Steuerung). Daher wird AUCH BEI Dunkelflaute mit 6A (2kW, zwei Phasen) weitergeladen! Bricht die WB ab (konfigurierbar), so wird der Ladevorgang abgebrochen und ist erst nach Ab- und Anstecken des Ladekabels wieder zu starten.

    Die zeigt die führende Rolle des Fahrzeugs im Ladeprozeß! Die WB kann wenig ausrichten - es hängt von der Implementierung des Fahrzeugherstellers ab, was möglich ist.

    Damit sind solche Forderungen

    muss die "Wallbox" in dem Fall das Shelly Gerät dem Auto Signalisieren das aktuell kein Strom gezogen werden darf.

    mehr als frommer Wunsch zu sehen. „Muss“ ist gut gesagt - aber man muß auch können können…

    Wozu dient also das Deaktivieren von „Automatisches Aufladen“?

    Das kann ich Dir nicht sagen!

    Wenn ich das Kommunikationsprotokoll richtig verstanden habe, hat die Wallbox nur eine Chance, das Laden zu unterbrechen: Durch ein PWM-Signal was den niedrigst möglichen Ladestrom anzeigt (6A), oder durch Zwangstrennung der CP-Leitung. Ob letzteres zulässig ist und wie das Fahrzeug darauf reagiert, ist unklar.

    Möglicherweise legt die WB bei „manuellem Laden“ (automatisches Laden deaktiviert) KEIN PWM-Signal an, sondern verbleibt im Zustand A. Dies wäre mit Spannungsmessung zwischen CP und PE zu verifizieren.

    Der Informationsaustausch zwischen Fahrzeug und Wallbox wird über die CP-Leitung („Control Pilot“) abgewickelt:

    Die Wallbox legt im Ruhezustand (kein Fahrzeug angeschlossen) eine Gleichspannung von 12V zwischen CP und PE an (Zustand A).


    Sobald ein Kabel eingesteckt wird, wechselt die Wallbox in den Status B: Die Gleichspannung wird durch ein PWM-Signal mit 1kHz ersetzt, zwischen -12V und 12V. Im Fahrzeug wird außerdem eine Diode und ein Widerstand von 2k7 Ohm zwischen CP und PE geschaltet. Damit sinkt die positive Spannung auf 9V ab, der negative Anteil wird auf nahezu 0V geclampt. Das Fahrzeug ist nun korrekt angeschlossen und könnte mit dem Laden beginnen. Die Ladesäule teilt dem Auto den zur Verfügung stehenden Ladestrom mit. Dafür wird der Duty Cycle des PWM-Signals angepasst.

    Sobald das Fahrzeug das Laden anfordert, wird ein weiterer Widerstand (1k2 Ohm) zwischen CP und PE geschaltet. Damit sinkt die CP-PE-Spannung auf 6V, der Zustand C ist erreicht.

    Die Wallbox schaltet den Ladestrom frei, der Ladevorgang beginnt (Zustand D).

    Die Zustände E und F sind Fehlerzustände, in denen die Stromversorgung zum Elektroauto unterbrochen wird. E zeigt einen Kurzschluss zwischen CP und PE an. Der Zustand F kennzeichnet einen Ausfall der Wallbox: Zwischen CP und PE besteht keine Verbindung.

    (Zusammenfassung von https://evsim.gonium.net/)

    Wir sehen: Das Fahrzeug steuert das Laden. Die Wallbox informiert das Fahrzeug lediglich über den verfügbaren Strom!

    Sehr schön! Da hast Du Glück gehabt, diesen Konfigurationsparameter überhaupt gefunden zu haben! Und sogar zweimal - zum verbiegen und zum geraderücken…

    Der Sinn dieser Einstellung will sich mir nicht erschließen. Mit „detached“ kann ich das Gleiche erreichen. Wenn mit „Eingang disabled“ wenigstens der Button in der App ebenfalls zu deaktivieren wäre, könnte ich einen Sinn erkennen. Das wurde hier schon einige Male (vergeblich) gewünscht…