Es stellt sich die Frage ob man einen Fehlerschutzschalter missbrauchen darf, das es geht ist unerheblich. Moralisch betrachtet behaupte ich NEIN.
Moral und Elektrotechnik. Ein Thema, was ich bislang glatt übersehen habe. Danke für diese Anregung! ![]()
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Es stellt sich die Frage ob man einen Fehlerschutzschalter missbrauchen darf, das es geht ist unerheblich. Moralisch betrachtet behaupte ich NEIN.
Moral und Elektrotechnik. Ein Thema, was ich bislang glatt übersehen habe. Danke für diese Anregung! ![]()
Wenn ich den TE korrekt verstanden habe, möchte er ein Schütz einsparen (Beschaffungskosten, Stromverbrauch, Geräuschentwicklung) und einen Schutz gegen unberechtigtes Laden Dritter installieren. Dabei wird der RCD-Schalter keineswegs häufig ausgelöst, sondern nur im Fall eines Stromdiebstahls. Muß doch mal nachlesen, wie häufig RCD-Schalter auslösen dürfen, bevor man sie austauschen muß...
Nachtrag: Handelsübliche RCD-Schalter sind mit >4000 Schaltspielen spezifiziert.
Wenn der RCD-Schalter ausgelöst hat, kann kein zweiter Fehler auftreten. Im übrigen verweise ich nochmals auf den Gedanken der Prüftaste!
Mit Verlaub: Was ist denn bitte „lebensgefährlich“, wenn ein RCD-Schalter durch externe Beschaltung zwangsausgelöst wird? Das ist doch nichts anders als eine abgesetzte, über WLAN steuerbare Prüftaste!
Sorry, konnte nicht widerstehen...
Wird es eine Firmwareaktualisierung auch für Shelly 4Pro geben? Hier haben wir noch 1.6.6! Diese Frage könnte bei Gelegenheit mal an Dimitar Dimitrov weitergegeben werden...
Der kaum vorhandene Preisunterschied hätte sich auch schnell amortisiert,
wenn man an die 3 bis 4-fache Verlustleistung an der Si-Diode von ca. 0,1W
gegenüber der Shottky denkt
Ein unschätzbarer Vorteil der Shottky-Diode! Werde das in meinem Herzen bewegen... ![]()
Was Du meinst ist Kleinspannung. Bitte ändere den Titel dementsprechend.
@Bernd: Danke für den Hinweis! Habe geändert...
Generell sollte m.E. der Begriff „Niederspannung“ in Forum vermieden werden: Er wirkt verniedlichend und ist damit potentiell gefährlich für die (Selbst-)Einschätzung eines Laien. Eine Ausnahme sehe ich nur dann, wenn es um Energieversorgungsnetze geht - wenn Unterscheidungen im Begriffsquadrupel „Niederspannungs-/Mittelspannungs-/Hochspannungs-/Höchstspannungs-Netz“ erforderlich sind.
DIYROLLY: Bin halt ein sparsamer Mensch und nutze die „teuren“ Shottky-Dioden nur dann, wenn es Not tut: Die Netzteile der Ackermann‘schen Euracom 18x waren solche Anwendungsfälle. Hier gingen ständig Elkos defekt, weil sie mit Rückstrom aus dem Schaltnetzteil belastet wurden. Austausch der 1N4001 gegen eine schnelle Shottky-Diode war die Lösung (die, der guten Ordnung halber, nicht originär auf meinem Mist gewachsen ist!). Die TK-Anlage läuft heute noch in meinem Keller...
BTW: Danke für das Schaltbild des Shelly 1!
Der Spannungsabfall über der Diode (Shottky <0,5V weniger als Standard-Silizium) ist doch völlig unkritisch. Hat mit 1N4004 nachweislich prima funktioniert...
Danke für den Tipp - aber die Diode als Verpolungsschutz ist doch da:
Nun sind die Randbedingungen beim Shelly 4Pro ja ganz andere, als bei den „Verteilerdosen-Shellies“. Beim 4Pro ist genügend Raum vorhanden, um Sicherheitsabstände, Luft- und Kriechstrecken einzuhalten. Habe eben spaßeshalber einen nagelneuen Shelly 1 geöffnet:
Die beiden großen Pads rechts oben sind die Leiterbahnen zum „potentialfreien“ Kontakt. Direkt darunter läuft eine Leiterbahn - die hat vielleicht 0,5mm Abstand zur Klemme „I“. Da möchte ich keine Zulassungsprüfung machen...
Daher verstehe ich jetzt die Warnung im Forum noch besser, daß mit Shelly 1 kein Mischbetrieb Netz-/Kleinspannungsversorgung machbar ist. Die Unterschiede zum 4Pro liegen meilenweit entfernt!
Fehlerhaftes Schaltbild wurde korrigiert und ausgetauscht...
Guten Tag, SparkyMaster,
Oh ja! Danke für den Hinweis - so einfache Sachen sieht nur ein anderes Augenpaar!
Wie kann ich das korrigieren? Kann ich die Grafik austauschen?
Frohes Schaffen und schöne Grüße,
Thomas
Auch in diesem Thread möchte ich eine Schaltzeichnung anhängen, in der die Möglichkeiten, die die galvanische Trennung beim Shelly 4Pro bietet, skizziert werden:
Hier werden beispielhaft zwei Schalteingänge aus unterschiedlichen Phasen gesteuert, zudem hängt der Aktorbereich an einem separaten RCD-Schutzschalter. Die galvanische Trennung der Schalteingänge mit Optokopplern macht es möglich...
Nachtrag: Weil der Shelly 4Pro gerne mit dem neuen Shelly pro 4PM verwechselt wird, ist der Hinweis dringend erforderlich, daß das oben geschilderte Schaltbeispiel ausschließlich beim „alten“ Shelly 4Pro anwendbar ist! Der „neue“ Shelly pro 4PM hat eine geänderte Eingangsbeschaltung! Diese ist ohne Optokoppler aufgebaut - daher sind die Eingänge des Shelly pro 4PM nicht galvanisch von den Relaisausgängen getrennt.
(Schalt-)Bilder sagen mehr als viele Worte. Deshalb hier ein paar Visualisierungen der Möglichkeiten der Versorgung des Shelly 4Pro mit Kleinspannung:
(a) Spannungsversorgung mit 48V DC, Verbraucher mit 24V DC:
(Der Netzspannungsanschluß der Netzgeräte ist nicht dargestellt. Auch wurde nur ein Schaltkanal skizziert.)
(b) Spannungsversorgung mit 48V DC, Verbraucher mit 24V AC:
(Der Netzspannungsanschluß der Netzgeräte ist nicht dargestellt. Auch wurde nur ein Schaltkanal skizziert.)
(c) Spannungsversorgung mit 12V DC - erfordert Modifikation des 4Pro:
Die Modifikation wurde weiter oben in diesem Thread beschrieben und erfordert das Einlöten einer Diode.
(Der Netzspannungsanschluß des Netzgeräts ist nicht dargestellt. Auch wurde nur ein Schaltkanal skizziert.)
(d) Spannungsversorgung mit 12V DC und Schalteingänge mit Kleinspannung - erfordert Modifikation des 4Pro:
Die Modifikation der Schalteingänge wurde im Thread "Schalteingänge S1 - S4 beim Shelly 4Pro" beschrieben.
(Der Netzspannungsanschluß des Netzgeräts ist nicht dargestellt. Auch wurde nur ein Schaltkanal skizziert.)
Wichtig: Die Leistungsmessung funktioniert in allen vier Betriebsarten nicht!
Wenn mir noch weitere Szenarien einfallen, geht es hier weiter...
Nachtrag: Weil der Shelly 4Pro gerne mit dem neuen Shelly pro 4PM verwechselt wird, ist der Hinweis dringend erforderlich, daß die oben geschilderten Schaltbeispiele ausschließlich beim „alten“ Shelly 4Pro anwendbar sind! Der „neue“ Shelly pro 4PM hat eine geänderte Eingangsbeschaltung! Diese ist ohne Optokoppler aufgebaut - daher sind die Eingänge des Shelly pro 4PM nicht galvanisch von den Relaisausgängen getrennt.
Bei mir zeigt Phase A einen kontinuierlichen, geringen Verbrauch. Das wird der Eigenverbrauch der SENEC Wallbox Pro sein:
Negative "power factors" (cos phi) tauchen auf den beiden anderen Phasen auf, wenn das Fahrzeug nicht lädt. Im Gesamtverbrauch ist das nicht relevant. Phase C nutze ich nicht, weil der VW e-up! nur zweiphasig lädt.
Aus dem Bekanntenkreis erreichte mich die Frage, welche Anforderungen an das Netzteil zur 12V-Versorgung des Shelly 4Pro gestellt werden müssen. Diesen Aspekt möchte ich auch hier im Forum erörtern:
Bei der Modifikation des Shelly 4Pro werden die 12V nach dem Primärnetzteil eingespeist. Damit werden direkt die Relais versorgt, und höchstwahrscheinlich auch die Bauteile zur Leistungsmessung. Ebenfalls aus den 12V versorgt wird der Regler für die 3,3V-Versorgung des Logikteils und des WLAN-Adapters. Daher sollte unbedingt ein geregeltes Netzteil für die 12V-Versorgung verwendet werden! Der Strombedarf des 4Pro ist nicht sehr hoch: Es werden max. 110 mA benötigt. Daher kann systemkonform eines der Hutschienen-Netzteile von MeanWell eingesetzt werden. Sollen noch andere Verbraucher mit 12V versorgt werden, geht deren Strombedarf natürlich in die Gesamtrechnung ein.
Ohne Umbau des Shelly 4Pro sind mindestens 30V Gleichspannung erforderlich. Leider sind Netzteile für 36V recht selten, auch in Hutschienen-Bauform. Alternativ bieten sich Netzteile in 48V an, die es z.B. in der Bucht auch für Hutschienenmontage gibt. Einen Handelsnamen hatte ich ja weiter oben genannt. In der Bastelkiste könnten sich 48V-Netzteile für die Versorgung von IP-Telefonen oder ISDN-NTBA finden, die ebenfalls geeignet sind.
Müssen andere Verbraucher mit 24V DC versorgt werden, könnte man auch zwei 24V-Schaltnetzteile einsetzen: Ein stärker dimensioniertes, an das alle Verbraucher angeschlossen werden und dessen Minuspol (z.B.) auf der Bezugsspannungsebene liegt und ein weiteres, kleines 24V-Netzteil in Serie zum ersten, an dem die 48V für den (unmodifizierten) Shelly 4Pro abgegriffen wird. An die Stabilität der 48V-Versorgung werden übrigens keine hohen Anforderungen gestellt, weil der interne Spannungswandler des 4Pro einen weiten Eingangsspannungsbereich aufweist.
Offenbar hat man die Strom- und Leistungsmessung als wichtiger angesehen, als den Betrieb mit 3 potentialfreien Kontakten: Die Messung des Verbraucherstroms ist beim 4Pro über Shunts im Strompfad realisiert - daher wäre eine mehrphasige Messung sehr aufwändig.
Dies hat mich auch vor der Überlegung zurückgehalten, die Relaiskontakte einzeln herauszuführen. Die Leiterplatte gibt das nicht her - da ist zuviel "Beiwerk" (nämlich zur Strommessung)...
Nicht zuletzt aus diesem Grund misst der dreiphasige 3EM über Stromwandler: Das ist viel einfacher zu handhaben!
Was ich nicht verstehe, ist, daß man die realisierte Potentialtrennung zwischen Sensor- und Aktorbereich nicht in der Werbung herausgestellt hat! Das hätte einige zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten eröffnet...
Keine Verwendung - schon deshalb, weil man einen 4Pro besitzen muß, sowie den entsprechenden Anwendungsfall! Alles wartet auf den 4Pro+...
Denke mir, daß es vor einiger Zeit wäre es durchaus bemerkenswert gewesen wäre, wenn es ruchbar geworden wäre, daß ein weiterer Shelly-Baustein (neben dem Shelly 1) Potentialtrennung zwischen Relais und Steuereingängen erlaubt? Und der auch noch mit Hutschienenbefestigung gestaltet wäre! Einige Antworten im 4Pro-Bereich dieses Forums hätten anders ausfallen können...
Aber ich will ja nicht klagen - mein Wissendurst ist gestillt und ich habe eine Lösung zum Ersatz einer Gartenbewässerung...
Habe den Schalteingang S4 auf die Erkennung von Kleinspannung umgebaut. Ohne einen der 4 SMD-Widerstände auszulöten, konnte ich mit dieser Beschaltung drei Widerstände parallel schalten; einen habe ich überbrückt. Damit erhält man einen Eingangswiderstand von 15,6kOhm:
Damit erreicht man folgende Messwerte:
U = 9V DC, Ie = 0,5 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 12V DC, Ie = 0,7 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 15V DC, Ie = 0,9 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 18V DC, Ie = 1,0 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 20V DC, Ie = 1,2 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 24V DC, Ie = 1,5 mA, Schaltfunktion o.k.
Zu beachten ist, daß der Minuspol der Schaltspannung an Klemme N‘, der Pluspol an Klemme Sx (hier S4) gelegt wird!
Mit Wechselspannung:
U = 9V AC (RMS), Ie = 0,5 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 12V AC (RMS), Ie = 0,7 mA, Schaltfunktion o.k.
U = 24V AC (RMS), Ie = 1,6 mA, Schaltfunktion o.k.
Zum Herstellen der Brücken lt. Foto habe ich Kupferlackdraht mit lötbarer Lackschicht verwendet. Damit geht das recht einfach. Dennoch ist das Löten nicht trivial - SMD-Werkzeug und eine gute Lupe sind unabdingbar...
Off-topic: Werde das Gefühl nicht los, daß ich hier ein „totes Pferd“ reite! Klar, der Shelly 4Pro ist abgekündigt und kaum noch zu erhalten; der 4Pro+ läßt auf sich warten. Vielleicht sind meine Gedanken und Untersuchungen für den einen oder anderen doch nützlich...