Gerne beginne ich nochmals von vorne und versuche, die Oszillogramme und die Schlußfolgerungen daraus "einfacher" zu beschreiben. Es stellt sich natürlich die Frage, wie groß die Zahl der Mitleser sein wird, und ob sich eine solche Wiederholung "öffentlich" lohnen wird (Hier ist nämlich die ganze Chose schon einmal beschrieben). Die Moderation wird hier sicherlich bei "Überschreitung der Redezeit" eingreifen.
O.k., es geht los:
(a) Wahl der Meßpunkte

Gibt es daran etwas zu verbessern? Aufgezeichnet wird an Meßpunkt A die Spannung am Integrierglied, die zur Ansteuerung der Basis des Schalttransistors führt, und an Meßpunkt B das Ergebnis: Der Kollektor des Schalttransistors ist direkt mit dem GPIO des ESP8266 verbunden. Für weitere Vorschläge, wo der Tastkopf anzulegen wäre, bin ich aufgeschlossen!
(b) Wechselspannung am Eingang IN1
Steuere ich die Eingänge IN1 oder IN2 eines Shelly UNI mit Wechselspannung (AC) an, ist zufälligerweise einer dieser beiden Spannungsverläufe zu beobachten:
(b1) UNI schaltet nicht

Der Taster wurde kurz nach dem "Tiefpunkt" der negativen Halbwelle losgelassen - das Integrierglied erfüllt seine Aufgabe nicht: Am GPIO des ESP8266 liegt eine Wechselspannung an, die offenbar nicht zum Auslösen eines Schaltbefehls führt.
(b2) UNI schaltet

Hier wurde der Taster fast am Maximum der positiven Halbwelle losgelassen - der UNI schaltet!
Daraus resultiert das erratische Verhalten des UNI beim Erkennen von Wechselspannung an IN1/IN2: Mal geht es, mal nicht! Man könnte nun sehr viele (statistisch ausreichend viele) Versuche machen und die Zahl der positiven und der negativen Ergebnisse summieren. Ober man betrachtet die Situation analytisch und erkennt, daß die Periodendauer der positiven und der negativen Halbwelle gleich ist und folgert, daß es eine etwa 50%-ige Chance gibt, daß der UNI den Schaltbefehl ausführt.
Bevor ich jetzt fortfahre, möchte ich von DIYROLLY und der geneigten Leserschaft erfahren, ob die geschilderte Vorgehensweise bis hierher Zustimmung (oder besser: keine Ablehnung) findet? Danach werde ich gerne mit der Beweisführung fortfahren.