Beiträge von thgoebel

    Verstehe! Würde jedoch die Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen: Wir wissen jetzt, daß an den Tastern Elektronik verbaut ist. Diese Bauteile waren bei den Widerstandsmessungen außer Betrieb, weil nicht mit Spannung versorgt.

    Der nächste Test sollte m.E. so aussehen:

    - Trennen der beiden Verbindungen P1 und P2 zum Antrieb

    - Versorgen der Taster mit Betriebsspannung (29V, 5V)

    - Spannungsmessung (gegen GND) an den beiden Drähten P1 und P2, die von den Tastern kommen:

    Spannung in Ruhe, Spannung betätigt…

    - Spannungsmessung an den beiden Drähten, die zum Antrieb führen: Liegt dort eine Spannung gegen GND an?

    Danach sehen wir weiter! Wenn dann noch Dein Schwager hilft…

    Aha. Jetzt sieht die Welt schon anders aus…

    Kannst Du bitte die beiden Messungen mit vertauschten Prüfspitzen wiederholen? Solche Fotos sind ganz prima für „mein“ Verständnis!

    Jetzt möchte ich noch die beiden Fotos kommentieren (als Lerneffekt):

    Messergebnis betätigt: 6,82 MΩ (das ist ein sehr hoher Widerstand !)

    Messergebnis unbetätigt: kein Durchgang (unendlich hoher Widerstand)

    Das bedeutet, daß wir nicht direkt in die Taster messen, sondern in eine elektronische Schaltung! :(

    Bitte nimm den Antrieb mit dem angeschlossenen Shelly nicht mehr in Betrieb! Möchte vermeiden, daß etwas kaputt geht….

    So ich habe soeben mal die Taster wie vorgeschlagen auf Widerstand gemessen . Ergebnis 0,3 Ω. :-(

    Wenn man die Tasten betätigt messe ich 0 Ω.

    Das habe ich falsch interpretiert: Als ich das las, war der zweite/letzte Satz noch nicht da.

    Mein Kommentar zu diesem Messergebnis: Da kann etwas nicht stimmen! Wie war der Messbereich des Multimeters eingestellt? Kannst Du die gleiche Messung mit umgepolten Messtrippen machen?

    Nö, kann jetzt wenig Murks erkennen. Alles korrekt angeschlossen. Die Art der Parametrierung des Shelly 2.5 steht und fällt jetzt mit der Frage: „Haben die unbetätigten Taster Durchgang nach GND oder nicht“?

    Haben beide Taster ohne Betätigung 0Ω gegen GND, ist der Shelly 2.5 wie in Beitrag #131 zu konfigurieren. Sind die unbetätigten Taster offen, wird der Shelly im „Roller Mode“ (Beitrag #126) konfiguriert.

    Falls die beiden Taster doch in Ruhe gegen GND geschlossen sein sollten und bei Betätigung öffnen, muß der Shelly 2.5 anders parametriert werden:

    1. Relay Mode (anstelle von Roller-Mode)

    2. Power On Default Mode für beide Kanäle auf „On“ setzen

    3. Button Type für beide Kanäle auf „Toggle“ und „Reverse Input“ setzen

    4. I/O URL Actions für Channel 1 setzen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    5. I/O URL Actions für Channel 2 setzen:

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    Beide Relais sind jetzt ständig eingeschaltet und legen die Eingänge der Motorsteuerung ständig auf GND-Potential (wie dies auch die beiden Taster taten). Wird ein Relais ausgeschaltet, beginnt der Antrieb zu laufen, solange das Relais wieder aktiviert wird. Wird während des Laufs die Richtung durch Ausschalten des anderen Relais gewechselt, wird das zuerst ausgeschaltete Relais mittels der I/O URL Action eingeschaltet.

    Daß die Taster keine gegenseitige Verriegelung benötigen, wurde durch die beim Test erfolgte Aktivierung beider Laufrichtungen (= beide Eingänge der Motorsteuerung offen) nachgewiesen. Daher darf der Shelly ohne Schutzzeit im Relay Mode arbeiten.

    Jetzt habe ich die Taster mal auf Durchgang gemessen . Nicht betätigt haben beide Durchgang auf GNF , der Tastendruck unterbricht dann jeweils den Durchgang .

    Wie korreliert das damit:

    So ich habe soeben mal die Taster wie vorgeschlagen auf Widerstand gemessen . Ergebnis 0,3 Ω. :-(

    Wenn man die Tasten betätigt messe ich 0 Ω.

    ???

    Was bedeutet „GNF“?

    Nachtrag: Die beiden Taster waren doch bei diesem Test nicht angeschlossen (wie ich es im Testplan beschrieben hatte)?

    Wie geht es weiter? Würde jetzt mal eruieren, ob an den Tastern Elektronik verbaut ist, oder nicht. Dazu würde ich den Sessel STROMLOS machen, das Kabel zu den Tastern abziehen (das ist das 6adrige, oder?) und mit Widerstandsmessung prüfen ob 0Ω zwischen GND und den Tasteranschlüssen zu messen ist, wenn diese betätigt werden.

    Danach könnte man den Shelly 2.5 anschließen OHNE die SW-Klemmen zu beschalten, auf „Roller-Mode“ konfigurieren und mal über die WebUI schalten. Der Shelly wird NICHT kalibriert werden können, weil die Strommessung im Betrieb mit Kleinspannung nicht funktioniert. Daher ist ein automatisches anfahren von vorgegebenen Positionen nicht machbar!

    Anschließend testet man die Ansteuerung des Shelly über die Taster: Die Verbindungen zu den den Klemmen O1/O2 werden getrennt. Man beobachtet den Shelly über die WebUI und schaltet „hoch“ und „runter“ über die Taster.

    Wenn das auch ordentlich funktioniert, wird alles wie in der zweiten Skizze angeschlossen. Fertig!

    Habe eben mal nachgesehen, wo Fa. Fernsig, Essen das Rundsteuersignal im Empfänger abnimmt: auf der Gleichstromseite des Brückengleichrichters auf der Sekundärseite des kleinen Netztrafos. Das Tonfrequenzsignal ist somit den 100Hz-Halbwellen überlagert, wird kapazitiv an die beiden 492Hz-Filter gekoppelt und anschließend verstärkt und auf einen Schwellwert-Detektor gegeben.

    dewaldo : Ein Spektrum-Analyzer kann selbstverständlich mit dem überlagerten 50Hz-Signal umgehen. Möchte jedoch nicht ganze Abende vor dem Bildschirm sitzen, sondern wollte zunächst mit meinem ZOOM-Recorder einen „Soundtrack“ über mehrere Stunden aufzeichnen, der anschließend ausgewertet werden muss. Habe ja keine Ahnung, ob bei uns noch Rundsteuersignale im Netz sind! Früher gab es das: Die Nachtspeicherheizung meiner Schwiegermutter wurde damit angeschaltet…

    Kann im Innern des Shelly auf den ersten Blick keine Schmauchspuren erkennen! Wäre es möglich, daß nicht in den Adernendhülsen gefasste Feindrähte der Litzen in Berührung gekommen sein können? Wie verhält sich der Shelly, wenn man Spannung anlegt? Zuerst 12V DC (Jumper umstecken, auf Polung achten: Plus an N!). Danach mit 24V DC (Jumper umstecken!!!). Zuletzt bei Netzspannung…

    Nun, dann ist es das wohl unser Wissensstand über den Zaubersessel:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Sieht gut aus: Wenn sich bestätigen sollte, daß die beiden Bewegungsrichtungen über GND gesteuert werden, könnte die Anschaltung eines Shelly 2.5 gelingen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Aber das sollte sauber gemessen und durch Versuche bestätigt werden!

    Die Farbkodierung (mit Hinweisen zur Filterung der Signale) ging dabei auch verloren.

    Das ist schade, jedoch für unsere Zwecke verzichtbar. Was ich bemängele, ist die Unbrauchbarkeit der Liste für ländliche Regionen, in denen es kein Stadtwerk als Versorger gibt: Mein Wohnort wird z.B. von Westnetz versorgt, einem Ableger der RWE. Finde ich jetzt die Frequenz unter „Dortmund / RWE“? Man wird messen müssen… Habe da noch einen alten Rundsteuerempfänger in der Bastelkiste, bei dem man die Filtertechnik abgucken könnte. Das im den Faktor 12 bis 100 größere 50Hz-Signal stört ja bei der Analyse des Spektrums schon ein wenig…

    Wenn ein Dimmer durch den Einfluss eines Rundsteuersignals gestört wird ( dewaldo hat über diese Hypothese ja sehr gut und schlüssig referiert), dann wird das unabhängig vom eingesetzten Leuchtmittel sein. Allerdings wird bei den trägen Halogenlampen (insbesondere im Kleinspannungsbereich) nicht sichtbar sein, weil die Wärmeträgheit der Glühfäden ausgleichend wirkt. Beim Wechsel auf LED-Beleuchtung wird das ganze Drama dann virulent! Es wäre IMHO sehr nützlich, wenn ein „Eingeweihter“ aus dem Allterco-Team etwas über den Mechanismus des einstellbaren „Anti-Flickering“-Reglers sagen könnte! Aber man hat so seine Träume…