Beiträge von thgoebel

    Stefan, @66er : Klar, 3 Phasen - 3 Sicherungen! Verwende ich für den Geräteschutz die in der Generation 2 verbauten "Picofuses", passen die IMHO locker in das Gehäuse. Wenn meine Sendung, die sich gerade auf der modernen Seidenstraße aufhält, angekommen ist, kann ich einen 3EM ja mal umbauen. Schxxx auf die Gewährleistung...

    Danke, @66er für die Offenlegung der Ausfallgründe! Das ist wenigstens mal ansatzweise eine Statistik.

    • Durchstossen der Anschlußklemme(n) durch zu lange Abisolierung und zu wenig Gefühl beim Einbringen des Drahtes

    DAS ist mir bei meinem (neuen) Exemplar nicht mehr gelungen: Die Rückseite des Klemmenfaches ist aus Metall. Da gibt es zwar eine klitzekleine Öffnung - es ist mir versuchsweise jedoch nicht gelungen, eine Nadel oder ähnliches durchzustoßen. Gehe davon aus, daß man bei Allterco an dieser Stelle bereits Verbessungen eingebracht hat...

    Aber nur nochmal zur Sicherheit: vor der Messung mit meinem Multimeter soll ich den roten und schwarzen Draht an 12 V ~ lösen, richtig?

    Bitte ALLE Drähte an den vier Klemmen (12V~, 13, 14) abklemmen! Und fotografieren oder aufschreiben, wie sie angeschlossen waren...

    Der Shelly 1 würde theoretisch gehen, ist aber offiziell nicht erlaubt. Deshalb sollte ich den Shelly Plus 1 nehmen. Korrekt?

    So ist es! Ein Shelly 1 kann nur dann verwendet werden, wenn er mit Kleinspannung (12V DC oder 24V DC) gespeist wird.

    or.

    Eine kleinere Absicherung ist sicherlich nicht verkehrt, da der Shelly zur Spannungsmessung und eigenen Versorgung nur einen kleinen Strom benötigt (diese Ströme könntest du noch zur besseren Wahl eines Sicherungselementes messen).

    Der Shelly benötigt (bei aktiviertem Relais) nicht mehr als 60mA. Meßwerte liefere ich noch nach...

    Aber noch wissen wir gar nicht, was kaputt geht [...]

    So ist es! Es wäre wirklich von hohem Interesse, was an dem bei HSE83 abgerauchten Shelly kaputtgegangen ist. Vielleicht hat er ihn ja noch in der Schrottkiste?

    [...] ob eine Reparatur einfach ausführbar ist. Gerade bei SMD dürften sich einige schwer tun. Dann muss man wissen, was man bestellen muss und wie es zu ersetzen ist.

    Das ist richtig. Um SMD-Reparaturen richtig und zuverlässig ausführen zu können, benötigt man Spezialwerkzeuge: Eine Entlötstation, SMD-Lötpinzette und eine Heißluftstation. Die Bauteile selbst sind verhältnismäßig kostengünstig - bedrahtete Bauelemente sind heutzutage unverschämt teuer...

    Bei z.B. einem Shelly Dimmer baut man ja auch keine Feinsicherungen davor.

    Das ist eine Frage von Aufwand und Ertrag: Bei einem Shelly 3EM wird sich ein Reparaturversuch lohnen. Bei den kleinen preiswerten Aktoren sind ja bereits die Versandkosten zur Reparatur :) und zurück unwirtschaftlich...

    Wichtiger fände ich es den Grund für die Fehler rauszufinden und die Ursache beseitigen zu können, bzw. das Allterco, falls nötig, eine überarbeitete Version rausbringen kann.

    DAS ist wirklich wichtig - da bin ich völlig bei Dir!

    Hat Allterco die defekten Shellies ersetzt?

    Würde mich auch interessieren!

    Es gibt einige wenige Fälle, bei denen ein Shelly 3EM zerstört wurde (Beispiel):

    Matthias Winckler
    29. April 2021 um 08:28

    In einem Fall passierte der fatale Fehler in derselben Installation gleich zweimal - vermutlich war von einer Leuchtstoffröhre mit KVG induzierte Überspannung der Auslöser. Installiert hatte eine ElektroFachKraft.

    Hier

    thgoebel
    9. Februar 2022 um 15:14

    wurde gezeigt, wie die interne Stromversorgung des Shelly 3EM ausgeführt ist. Durch Überspannung gefährdete Bauteile mit gleichzeitig hohem Schadenspotential sind die drei Dioden D3, D4 und D5, bei deren Versagen ein Kurzschluß zwischen den Außenleitern droht. Eine Absicherung der spannungszuführenden Klemmen VA, VB und VC erscheint sinnvoll, um irreparable Schäden am Shelly möglichst zu vermeiden. Dafür können handelsübliche Sicherungsklemmen verwendet werden.

    Allerdings ist die richtige Wahl des Sicherungstyps wichtig: Herkömmliche Feinsicherungen 5x20mm sind für 250V AC ausgelegt. In diesem Anwendungsfall liegt diese Bemessungsspannung zu niedrig - EINE Sicherung muß die Spannung zwischen zwei Außenleitern sicher schalten können! Eine Bemessungsspannung von 400V AC, besser 500V AC ist erforderlich!

    Leider sind solche Sicherungen (a) nicht billig und (b) schwer beschaffbar. Hier einige Links:

    VOLTCRAFT Feinsicherung (Ø x L) 5 mm x 20 mm 500 mA 660 V Superflink -FF-

    Sicherungen der Bauform 6x32mm ("amerikanisch") scheinen günstiger zu sein:

    KU-FLINK 0,125A G-Sicherungseinsatz, 6,3x32mm

    Gut, daß es für beide Bauformen (5x20 und 6x32) Sicherungs(reihen)klemmen gibt:

    Phoenix Contact G-Sicherungsklemme ST 4-HESI (6,3X32)

    Phoenix Contact ST 4-HESI (5X20) 3036369 Sicherungsreihenklemme

    Die Wahl des Nennstroms ist nicht weiter kritisch: Liegt der unterhalb von 1A und ist die Sicherung ausreichend flink, könnte sogar erreicht werden, daß die Sicherung die Diode(n) schützt. Wohlgemerkt: Hier geht es jedoch nicht um den Schutz der Dioden, sondern um die Vermeidung von irreparablen Schäden, wie sie in o.g. Thread eindrücklich gezeigt werden!

    Nachtrag: Im weiteren Verlauf der Diskussion wird aufgezeigt, daß Feinsicherungen mit Bemessungsspannung 250V AC ausreichend sind.

    Zur Aufgabenstellung „Klingelsignal an Lautsprecher abnehmen“ ein wenig Lesestoff:

    thgoebel
    6. Januar 2022 um 13:25

    Es gab mal eine Geräteserie eines Heimelektronikherstellers, der in dem Schaltnetzteil zwei 2200yF Kondensatoren dicht am Leistungstransitorkühler verbaut hat,

    Und es gab mal eine ISDN-TK-Anlage (Eurocom 18x), bei denen das Netzteil nur zwei Jahre (oder kürzer) lief. Man tauschte Elkos aus, besorgte Hochtemperaturtypen (105°C), baute einen benachbarten Leistungswiderstand an einer andere Stelle ein - ohne Erfolg. Bis ein findiger Elektroniker entdeckte, daß eine Hilfsschaltung zum Anlauf des Netzteils mit einer Diode 1N4005 bestückt war, diese jedoch 48kHz gleichrichten musste. Das konnte die arme Diode leider nicht - die Ladungsausräumzeit sorgte für eine Beaufschlagung des immer wieder defekten Elkos mit einer negativen Spannung. Nach Austausch der Diode gegen einen schnellen Shottky-Typ laufen diese Netzteile wie's Lottchen - meine Anlage seit 15 Jahren störungsfrei...

    Zum Thema: Sind die wegen Übertemperatur "ausgetrockneten" Elkos wirklich als Fehlerquelle identifiziert? Habe leider keinen solchen defekten Shelly...

    Der Begriff „explodiert“ im Thread-Titel ist IMHO reißerisch: Das ist BILD-Manier. Mich wundert, daß die Moderation hier nicht Einspruch eingelegt hat.

    Rufen wir uns in Gedächtnis zurück: „Durch“ den Shelly 3EM fließen keine hohen Ströme! Dafür sorgen die Stromwandler. Sichert man die drei Phasenklemmen mit Feinsicherungen ab, ist m.E. die Sache sicher. Wenn man dann noch darauf achtet, die Klemmen I und O nicht direkt mit Phase und Neutralleiter zu verbinden… ;)

    Hier noch ein Beitrag zu den Elkos im Shelly 2.5:

    dukynukem
    28. November 2021 um 20:50

    Miss die Spannung am Elko des 12V Zwischenkreises. Fotos hier:

    thgoebel
    30. November 2021 um 21:07

    Die anstehende Gleich- UND Wechselspannung ist interessant - die Wechselspannung noch mehr, weil die Vermutung, die Elkos seien ausgetrocknet, bestätigt oder verworfen werden muß. Aber Vorsicht: Netzspannung ist lebensgefährlich! Am besten den Shelly über einen Trenntrafo versorgen…

    Noch ein Gedanke zur 6-stelligen ID: Wie man in Beitrag #7 erkennt, setzt sich die ID ja aus der MAC-Adresse und dem vorangestellten Typ des Shelly zusammen. Beispiel: shelly4pro-AF6A76.

    Nun kann ich mir nicht vorstellen, daß so viele Shelly 4Pro verkauft worden sind, daß sich Doppelbelegungen ergeben würden! Mit dieser Hypothese mache ich mir zwar meine Hoffnung auf ein Firmware-Update zunichte, aber die Überlegung stimmt doch, oder?

    Im Screenshot aus der App wird keine Leistung (in Watt) angezeigt, sondern Energie(-Verbrauch). Letztere wird in Wattstunden (Wh) gemessen. Die angezeigten 698Wh beziehen sich auf den ganzen Tag; die Treppenkurve auf die Zeitintervalls (könnten jeweils 30 Minuten sein). Daraus ablesen zu wollen, daß die Leuchten mehr als 100W aufnehmen, ist IMHO verwegen - dazu ist das Diagramm zu grob.

    Danke an Schubbie für die Richtigstellung meiner Fehleinschätzung! Hier ein Auszug aus http://<ip-des-shelly>/settings:

    Code
    {"device":{"type":"SHSW-44","mac":"B452A9AF6A76","hostname":"shelly4pro-AF6A76","num_outputs":4, "num_meters":4, "num_rollers":0},"wifi_ap":{"enabled":false,"ssid":"shelly4pro-AF6A76","key":""},"wifi_sta":

    Daraus wird deutlich, daß der Shelly 4Pro eine 6-stellige ID hat! Somit dürfte die Serie ein Update zur Ertüchtigung auf den /longifyid Befehl verdient haben. Bei dieser Gelegenheit bitte die DDD-Aktions einpflegen! Die Community wird es danken!

    Zur Frage, ob das als Puffer eingebaute Bauteil eine Batterie oder ein Akku ist, habe ich eben einen kleinen Test durchgeführt: Hypothese: Ein Akku würde sich dadurch „verraten“, daß die an den Klemmen anliegende Spannung beim in Betrieb befindlichen Shelly 3EM höher ist, als in stromlosem Zustand. Da sich die Spannung nicht verändert hat, schließe ich, daß es sich um eine 3V-Batteriezelle handelt.