Beiträge von thgoebel

    Das ist der Shelly, wie er im Garagenmotorantrieb montiert ist. […]

    Vielen Dank für die Fotos! Sieht ja alles recht gut aus. Verdrahtungsfehler kann ich keine entdecken (vom verbotenen Mischbetrieb des Shelly 1 mal abgesehen).

    Mit dem Einsatz eines 12V DC-Netzgeräts eröffnet sich ja, ganz nebenbei, auch die Möglichkeit, den Magnetkontakt ohne Add-On, nämlich am SW-Eingang des Shelly anzuschließen: Einen Draht des Magnetkontakts an Klemme SW, den anderen an Klemme L. Damit wird ein Vergleich möglich, welche Anschaltung am besten funktioniert.

    Willkommen im Forum!

    Zu den Fragen:

    Nein, der Shelly UNI kann keine 48V DC ab! Für den Einsatz bei einer Haussteuerung finde ich das Teil auch relativ unhandlich: Kein Gehäuse, zusätzlich sind Relais erforderlich. Mit 48V DC können die meisten Shelly Aktoren gespeist werden, sowohl die „Pucks“ für den Einbau in UP-Dosen, als auch die Shellies für DIN-Schienen-Montage. (Plus an Klemme N, Minus/GND an Klemme L).

    Als Steuerkabel würde ich einen verseilten Typ verwenden, wie diesen hier:

    https://www.hornbach.de/shop/Telefonle…06/artikel.html

    JYSTY-Kabel gibt es auch mit anderen Adernzahlen: 4x2x0,6mm ist (war) recht gebräuchlich. („war“ schrieb ich, weil heute statt dessen vorwiegend CAT6-Kabel verwendet werden. Ist natürlich etwas teurer, aber universell einsetzbar…)

    Nachtrag: Zu den Eingängen der Shellies etwas zum lesen:

    thgoebel
    7. Februar 2022 um 15:33

    Der Shelly UNI ist darin allerdings nicht behandelt.

    Das:

    […] und (b) wird sich aller Wahrscheinlichkeit herausstellen, daß auch dort die gleiche Eingangsbeschaltung an den SW-Eingängen anzutreffen ist…

    hat sich leider nicht bestätigt! Beim Shelly 2 sind die SW-Eingänge über 10kΩ-Widerstände direkt mit dem GPIO-Port des ESP8266 verbunden. Details siehe hier:

    thgoebel
    19. Februar 2022 um 17:21

    Habe jedoch wenig Zweifel, daß die interne Beschaltung der SW-Eingänge [beim Shelly 2] wesentlich anders sein wird, als bei den aktuellen Modellen…

    Das hat sich nicht bestätigt: Beim Shelly 2 sind die Eingänge (fast) direkt mit den GPIO-Ports des ESP8266 verbunden. Details siehe hier:

    thgoebel
    19. Februar 2022 um 17:21

    Seven of Nine hat mir dankenswerterweise einen Shelly 2 zur Verfügung gestellt. Nach dem Öffnen blickte ich auf dies:

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    Eine sehr bekannte Schaltung im Netzteil: Primärregler mit Step-Down Converter LNK304DN, Zwischenkreis 12V DC und dann ein SY8120 Step-Down-Converter für die 3,3V-Schiene. Sehr gedrängter Aufbau - nahezu alle SMD-Bauteile sind auf der Unterseite der Leiterplatte.

    Die Oberseite der Leiterplatte:

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    Am meisten interessierte mich die Eingangsbeschaltung an den Klemmen SW1 und SW2:

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    Und die ist wirklich anders, als bei den „neuen“ Shellies: Die beiden Eingänge sind ohne Umschweife über je einen Widerstand 10kΩ direkt mit je einem GPIO-Port des ESP8266 verbunden! Ein pull-up von ebenfalls je 10kΩ zieht den GPIO auf „high“-Potential. Einen Glättungskondensator habe ich nicht ausmachen können. Daher liegen bei offenem SW-Eingang 3,3V zwischen Klemme SW und L. Der Schaltstrom beträgt etwa 330μA - 10 mal so viel, wie bei den aktuellen Shellies. Wegen der hier nicht vorhandenen Diode im Stromweg nach SW1/SW2 misst man zwischen Klemme SW und N die volle Netzspannung.

    Was bedeutet das für uns?

    (a) Schalten gegen N ist tödlich für den Shelly 2! In diesem Fall liegt über den beiden10kΩ-Widerständen die volle Netzspannung an. Vermutlich verdampfen die Widerstände augenblicklich. Wie das erste Foto zeigt, sind die Widerstände R7, R13, R19 und R21 in einer sehr kleinen SMD-Verpackung - sie haben vermutlich gerade mal eine Belastbarkeit von 1/10W. Je nach Verhalten des GPIO-Eingangs fließen 5 bis 10W in den Shelly. Ausprobieren möchte ich das nicht…

    (b) Alle bekannten Trickschaltungen, wie der „Bukowski-Widerstand“, der Einsatz als Flüssigkeitsmelder, u.a. funktionieren mit dem Shelly 2 NICHT! Lediglich die Ankopplung von Open-Collector-Ausgängen (Optokoppler, Logikschaltungen) ist möglich.

    (c) Wegen des Fehlens eines Integrationsglieds (Glättungskondensator) an den SW-Eingängen ist vermutlich die Störfestigkeit der Eingänge nicht sehr hoch.

    (d) Versorgung mit Kleinspannung ist möglich: Ohne Modifikation mit 24V DC. Wie üblich, Plus an Klemme N, Minus/GND an Klemme L. Verpolungsschutz ist dabei gegeben (Diode im Stromweg). Die Stromaufnahme bei Betrieb mit 24V DC: 20mA (kein Relais aktiviert), 35mA (ein Relais aktiviert), 50mA (beide Relais aktiviert).

    Nachtrag: Leistung und Energie misst der Shelly 2 mit einem MCP39F501. Link zum Datenblatt:

    https://ww1.microchip.com/downloads/en/D…c/20005256A.pdf

    Weil dieser IC nur je EINEN Analogeingang für Spannungs- und Strommessung besitzt, misst der Shelly 2 Strom und Leistung für BEIDE Kanäle in Summe!

    Nur ein kleiner Hinweis: Die Anordnung der OUT-Ausgänge ist etwas gewöhnungsbedürftig: OUT-2 (korrespondiert mit IN-2) ist auf der Seite von Pin1 (Stromversorgung) angeordnet! OUT-1 entsprechend auf der Seite von Pin8…

    „Strikter Gegner“ ist natürlich hoffnungslos übertrieben! Sorry für die flapsige Bemerkung…

    Nein, die Freilaufdiode beseitigt recht gut Spannungsspitzen, die beim Abschalten einer induktiven Last entstehen. Das ist natürlich immer vorteilhaft - und daher sollte man den geringen Zusatzaufwand investieren.

    Prima! Ende gut, alles gut…

    Zur Freilaufdiode: ( Mechanoid1 ist ja ein strikter Gegner dieser Entstörmaßnahme:) .) Falls die 1N4148 nochmals kaputtgehen sollten (man spricht von „durchlegieren“, weil die 0 Ohm in beiden Richtungen annehmen), dann würde ich an Stelle der 1N4148 die ähnlich preiswerte 1N4007 einsetzen. Diese Diode hat eine höhere Sperrspannung und leitet größere Ströme. So um die 2 Euro-Cent (pro Stück) ist sie im Dutzend zu haben…

    Die Freilaufdiode am Gong ist korrekt angeschlossen - der Ring (die Kathode) gehört an Plus. Die restliche Verdrahtung hat einen Fehler, über den Mechanoid1 bereits geschrieben hat. Ich vermisse (wie bereits in Beitrag #42) den separaten Draht vom Gong (Klemme, an der Taster und Kathode der Freilaufdiode angeschlossen ist) zum Anschluss 7 (oder 8, beliebig austauschbar) des Shelly UNI.