Beiträge von thgoebel

    Was noch erschwerend hinzukommt: Unter- und Oberseite der Leiterplatte sind beim Shelly UNI mit einem Klarlack überzogen, der Messen und Löten erschwert. Das macht nicht wirklich Spaß. Aber rein zum Ausprobieren…

    Würde als erstes versuchen, den Shelly über 3,3V DC am GPIO-Port zu speisen. Vermute, daß da ein ordentlicher Kurzschluss existiert…

    Der Vcc-Sensor-Anschluss führt 3,3V zur Versorgung eines Add-Ons. Legt man dort 24V DC an, gelangt diese Spannung auf die Stromversorgung des ESP-Prozessors und anderer Schaltungsteile. Diese werden dadurch zerstört. Der Austausch eines ESP8266-Chips ist wegen der verwendeten Anschlusstechnik nicht wirtschaftlich und erfordert hohe Investitionen in einen professionellen SMD-Reworkplatz. Sorry - aber dieser Shelly ist tot!

    Due to the fact you’ve not only a simple doorbell but a door intercom, I would recommend to tap the signal „doorbell rings“ from the loudspeaker of the intercom station. An how-to is to find here (unfortunately in German language):

    thgoebel
    6. Januar 2022 um 13:25

    You should be aware of a small disadvantage: If a door signal was received and signalised via the Shelly, some extra signalisation could occur if intercom is used to speak with the visitor. But this should not be very relevant…

    Das Deaktivieren des Resets durch mehrfaches Schalten sollte doch mit Entfernen des Häkchens bei „Enable Factory Reset from Switch“ unterbunden werden:

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    Noch ein paar Bemerkungen zu der Hypothese, ein (oder zwei) Varistoren seien Ursache des Problems:

    Varistoren bestehen aus gesinterten Metalloxid-Körnchen (SiC, ZnO), zwischen denen sich viele Sperrschichten aufbauen. Im Grunde könnte man einen Varistor als Ansammlung von Zenerdioden betrachten.

    Leider altern Varistoren, wenn sie im Betrieb beansprucht werden: Ihre Schwellenspannung wird niedriger und der Leckstrom steigt. Daher ist eine Absicherung wichtig.

    (Quelle: Wikipedia)

    Im Fall des Shelly Dimmer2 erkennen wir, daß einer der beiden Varistoren nicht abgesichert ist:

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    Es ist der Varistor zwischen den Klemmen O und N. Bei geöffnetem Shelly Dimmer2 ist er im Foto auf der rechten Seite zu sehen (oberhalb des gelben Kondensators):

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    (Das Foto zeigt NICHT den Shelly von Maintraxx !)

    Wird dieser Varistor niederohmig, schließt er letztendlich den Lastkreis kurz, die beiden MOSFET werden überlastet und legieren durch - wir haben einen Kurzschluss zwischen L und N. Der Leitungsschutz (16A oder 10A) beendet das böse Spiel. Die von Maintraxx eingestellten Fotos belegen eindrucksvoll die aufgetretenen Stromstärken: Metalldampf und Ruß von vaporisierten Bauteilen sind überall erkennbar.

    Fazit: Folgt man der Hypothese, könnte der dauerhafte Betrieb mit einem ferromagnetischen Transformator den Varistor zwischen O und N geschädigt haben. Der Varistor wird Zug um Zug leitender und überlastet am Ende den Steuerteil des Dimmer2 (die MOSFETs). Es kommt zum Kurzschluss im Lastkreis, der Shelly Dimmer2 raucht ab…

    In Hardware-Version 2 des Shelly Dimmer2 wird dieser Schadensablauf übrigens durch eine Thermosicherung auf der Sub-LP „MOSFETs“ begrenzt. Wenn ich die Fotos von Maintraxx richtig interpretiere, hat er noch keinen Dimmer2 in V.2 in Betrieb gehabt.

    Eine Suche nach „Linearmotor“ dürfte Treffer erzielen…

    Ein Beispiel:

    thgoebel
    23. September 2021 um 19:10

    Bei Betrieb mit 24V DC wird der Primärregler des Shelly außerhalb der Spezifikation betrieben. Daher kann der Regler zeitweise nicht korrekt arbeiten, was Probleme mit der WLAN-Stabilität hervorrufen kann. Bei Betrieb mit 12V ist der Primärregler außer Betrieb, was eine sauberere Stromversorgung bedeutet - mit besserer WLAN-Stabilität.

    Nebenbei: Der Nachbar „zerschneidet“ nicht das Netzteil, sondern kappt den Stecker…

    Es gibt zwei bis drei Berichte im Forum, in denen bemängelt wird, daß ein Shelly 3EM nur bis etwa 50kW Gesamtleistung genau misst. Darüber liegende Leistungen sollen erratisch angezeigt werden. Es gibt IMHO leider weder eine Bestätigung, noch einen Gegenbeweis zu dieser Hypothese. Werde die Links zu diesen Beiträgen suchen und hier posten.

    Hier der erste Link:

    Borianson
    11. November 2021 um 10:39

    Der zweite:

    sbehnsen
    24. Mai 2021 um 00:02

    Und der dritte:

    sbehnsen
    13. Oktober 2020 um 13:43

    Aha. Danke.

    Leider hat der Shelly 1PM nur eine Schaltfunktion bei Überschreiten einer bestimmten Leistungsaufnahme des an Klemme O angeschlossenen Geräts - der Relaiskontakt wird dann geöffnet. Da jedoch (wenn ich die Aufgabenstellung richtig verstanden habe) der Relaiskontakt für andere Schaltzwecke genutzt werden soll, kommt hier nur ein Shelly EM in Frage! Bei diesem ist der Relaiskontakt frei verfügbar- der zu messende Strom muß nicht durchfließen. Außerdem sind URL-Aktionen bei Über- oder Unterlast verfügbar, mit denen auch der eigene Relaiskontakt geschaltet werden kann. Weil der Relaiskontakt des Shelly EM einseitig mit Klemme L verbunden ist, muß zur Ansteuerung eines 24V-Relais ein zusätzliches Trennrelais mit 230V AC-Spule eingesetzt werden.

    Dieser Gedanke ist folgerichtig! Vor dem Teardown war ich übrigens der Meinung, die Betriebsspannung des Shelly 3EM würde an Klemme VA abgenommen - hatte mal Versuche bei meinem produktiven 3EM vorgenommen, die das (fälschlicherweise) bestätigt haben.

    Entfernt man die drei Dioden und lötet eine Verbindung zwischen einer der V-Klemmen zum Sicherungswiderstand ein, ist der potentielle Schaden beim Durchgehen einer Diode stark begrenzt: Dann wird vermutlich der Sicherungswiderstand auslösen. Leider sind die Dioden nicht ganz einfach auszulöten: Vermutlich muß der Klemmenblock entfernt werden, damit man mit einer Lötpinzette Zugang erhält…