Habe mir heute meinen Shelly plus 1PM nochmals unter der Lupe angesehen: Bei der "plus"-Ausführung ist die Verbindung der Pins "CF1" und "SEL" des BL0937 zum ESP-Prozessor ausgeführt! (Diese Verbindung fehlt ja beim Shelly 1PM, weshalb letzterer nicht an die Spannungs- und Strommesswerte des BL0937-Chips kommt.)
Damit ist klar: Die Strom- und Spannungswerte, die der Shelly plus 1PM ausgibt (z.B. über <ip-shelly>/rpc/Shelly.GetStatus) stammen vom Leistungsmess-Chip. Keine feste Vorgabe des Spannungswerts!
Ein Vergleich der Meßdaten ergibt eine "ordentliche" Genauigkeit, wenn man subsummiert, daß der Shelly kein Labormeßgerät darstellt:
Als Last wurde eine Glühlampe 40W verwendet (ohmsche Last, Powerfaktor = 1). Die Spannung konnte über einen Stelltrafo verändert werden.
Insbesondere die Abweichungen der gemessenen Spannungen zwischen Shelly plus 1PM und den beiden UNI-T DMM (60.000 counts) bzw. den beiden Keithley-Multimetern (jeweils 5,5-stellig) weisen die üblichen, geringen Abweichungen auf. Bei den Stromwerten zeigt der Shelly jedoch konsequent rd. 10% zuviel an. Dies könnte mit einer hohen Streuung des eingebauten Shunt-Widerstands zusammenhängen, der u.U. ein zu großes Toleranzband aufweist (Preisfrage!). Hier könnte Abhilfe durch den vom Shelly 1PM bekannten "Leistungskorrekturfaktor" geschaffen werden (der hier "Stromkorrektur" genannt werden könnte). Getreu dem Motto "kalibriert wird beim Kunden"...