Beiträge von thgoebel

    Die Frage sei erlaubt, wozu ein "PM"-Shelly (mit Energiemessung) in einer mit 24V DC gespeisten Applikation verwendet werden soll? Im DC-Betrieb funktioniert nämlich die Strom-, Spannungs-, Leistungs- und Energiemessung nicht.

    Übrigens: Gerne baue ich Dir Deinen Shelly i4 auf 12V-Speisung um!

    Das hängt von den Isolationsparametern der Hörmann-Steuerung ab: Falls die Kleinspannungsversorgung der Steuerung sauber konstruiert und mitsamt Taster zum Öffnen „floating“ (ohne Erdverbindung) aufgebaut ist, ist bei dieser Fehlverdrahtung kein Strom geflossen!

    Die Empfehlung (Zitat von Bodo ) gilt nur dann, wenn der Shelly über Kleinspannung (12V oder 24V DC) versorgt wird. In diesem Fall liegt Klemme L an GND der Kleinspannung, dieser Massepunkt muß mit GND der Hörmann-Steuerung verbunden sein.

    In der dargestellten Verdrahtung wird L-Potential in den Kleinspannungs-Teil der Hörmann-Steuerung verschleppt! Das ist lebensgefährlich! Bitte sofort die Verbindung zu Klemme SW lösen!

    Zur Abhilfe gibt es folgende Möglichkeiten:

    (a) Einsatz des Hörmann Options-Relais HOR1. Schaltkontakt des HOR1 an SW und L anschließen.

    (b) Versorgung des Shelly plus 1 mit Kleinspannung. Dann kann gemäß Bodo‘s Vorschlag verdrahtet werden.

    Tja, ich dachte zwischenzeitlich, dass du besser den Schalter zwischen SW und N legen solltest. Das sollte zwar funktionieren aber auch nicht besser als die Verbindung zu L.

    Bitte nicht! Gerade bei Shelly 2.5, die wegen der kompakten Bauart für übermäßige Erwärmung anfällig sind, ist das Schalten gegen N kontraproduktiv!

    Nochmal: Die Shellies schalten gegen L UND N! Empfohlen wird das Schalten gegen L - dabei fließt nur ein sehr geringer Strom. Entsprechend ist auch die interne Wärmeentwicklung bedingt durch den Schaltstrom klein.

    Möchte man den SW-Eingang eines Shelly ausschließlich gegen N schalten (wenn z.B. ein Verbraucher am Schalter angeschlossen ist, dessen Schaltzustand der Shelly erfassen soll), ist ein Widerstand an Klemme SW („Bukowski-Draht“) oder ein Trennrelais erforderlich.

    Diese Behauptung ist wohl nie auszurotten: Der „Energy Meter“-Chip BL0937 im Shelly 1PM (und übrigens auch im Shelly plus 1PM!) misst Spannung, Strom und Leistungsfaktor und berechnet daraus die Wirkleistung. Die Wirkleistung wird als Frequenz dem ESP-Prozessor weitergegeben. Beim Shelly 1PM wird der aktuelle Wert für den Strom und die Spannung NICHT an den ESP8266 weitergereicht; beim Shelly plus 1PM schon. Der in der Konfiguration des Shelly 1PM einstellbare Korrekturfaktor dient einzig und allein der Kalibrierung durch den Endbenutzer.

    Liegt das Durchbrennen der 3EMs, daran, dass es im Hauptstrang installiert wurde oder kann das immer, unabhängig vom Installationsort passieren?

    Die massiven Beschädigungen des Shelly 3EM resultieren (a) aus der Hypothese, daß eine der Dioden, die die Betriebsspannung des Shelly aus allen drei Phasenklemmen (VA, VB und VC) ableitet, defekt wurde und (b), daß bei einer Absicherung des Shelly aus einem LS mit 16A im Fehlerfall so hohe Ströme fließen, daß Lichtbögen entstehen und die Leiterplatte mit anderen Bauteilen beschädigt. Die Absicherung des Shelly mit drei Feinsicherungen (je 125mA) verhindert zwar nicht den Ausfall einer der Dioden, schützt jedoch andere Bauteile. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß der Shelly 3EM repariert werden kann.

    Zur Notwendigkeit eines RCD-Schutzes:

    Der Zähler, die Vorsicherungen, der RCD selbst(!) sind gleichfalls nicht RCD-mäßig geschützt. Personenschutz im Sicherungskasten ist ohnehin schwer zu leisten: Berührungsschutz ist das A und O…

    Nachtrag: Die Abnahme der drei Phasenspannungen, die über die Feinsicherungen zu den Klemmen VA, VB und VC des Shelly 3EM geführt werden, wäre durchaus NACH dem RCD der Wallbox möglich. In diesem Fall muß natürlich auch der N für den Shelly auf der Ausgangsseite dieses RCD abgegriffen werden, damit der RCD nicht fällt. Der Messfehler, der durch Spannungsabfall an den Kontaktwiderständen im RCD entsteht, wenn die Wallbox in Betrieb ist, ist vernachlässigbar gering. Natürlich muss die Zuordnung der Phasen zu den Stromwandlern, die direkt am Zähler montiert werden, gegeben sein - sonst gibt es falsche Meßwerte…

    Zu 1.:

    Die innere Schaltung am SW-Eingang eines Shelly ist hier (am Beispiel eines Shelly i3) dargestellt:

    thgoebel
    5. Juni 2021 um 14:54

    Dort ist der betreffende Kondensator eingezeichnet. Und ja: Der Transistor sperrt. Das ist jedoch nur eine Frage der Logik, denn der Ausgang des Transistors führt direkt zu einem GPIO-Pin des ESP8266, der mit negativer Logik (L = high) arbeitet.

    Zu 2.:

    Ja, man muß die Schaltung eines Shelly „am Objekt“ aufnehmen - von Allterco kommt dazu nichts. Aber ein Shelly (bisher noch jeder Typ) ist ohne bleibende Beschädigung des Gehäuses zu öffnen. Daher ist mein erster Griff der zum Federmesser, um die Rastnasen aufzudrücken, wenn ich einen unbekannten Shelly in die Hand bekomme.

    Eugen Roth schreibt zu diesem Thema:

    Das Kind im Mann

    Bekanntlich kommt das Kind im Weib

    durch das Gebären aus dem Leib.

    Da aber nun das Kind im Mann

    nicht solcherart entschwinden kann,

    so ist's verständlich, daß es bleibt

    und ewig in ihm lebt und leibt.

    Der Shelly 3EM kann an dem gewünschten Platz im Keller montiert werden. Er wird dann mit diesen Sicherungen geschützt:

    Jimbo
    13. Februar 2022 um 16:24

    Bitte beachten: WLAN muß am Einbauplatz verfügbar sein!

    1.) der Garagentorantrieb (Rademacher Rolloport 1) hat lt. Beschreibung einen Anschluss für eine Lichtschranke (lt. Bedienungsanleitung 12VDC, max 150mA; gemessen habe ich mittels Multimeter 13,8VDC). Nun hatte ich den Shelly 1 dort angeschlossen und er blieb allerdings offline. Mit einem seperaten 12VDC Steckernetzteil war er relativ schnell online. Zunächst dachte ich, das der Ausgang nicht leistungsstark genug wäre. Also habe mal die Stromaufnahme des Shelly bei 12 VDC gemessen: ~30mA ohne angezogenem Relais bzw. ~50mA mit angezogenem Relais (Multimeter in Reihe mit dem Shelly 1 und dem 12VDC Netzteil). Eigentlich sollte ich im weit im grünen Bereich sein. Hat wer hier eine Idee? Ich würde nämlich gerne auf das separate Netzteil verzichten. Dass ich Plus/Minus beim anschließen des Shelly vertauscht habe, kann ich ausschließen.

    13,8V sind gerade noch passend für einen Shelly 1 - ein Volt mehr könnte bereits schaden. Die gemessene Stromaufnahme von 30/50 mA ist ebenfalls im „grünen Bereich“. Rätselhaft, weshalb der Shelly mit der Spannung des Antriebs nicht zurecht kommt…