Beiträge von thgoebel

    Der Begriff „Microwechselrichter“ ist mit einer PV-Anlage verknüpft. PV-Anlagen pflegen nachts nicht zu produzieren, weil dann gewöhnlich keine Sonne scheint.

    Wechselrichter von PV-Anlagen lassen sich häufig so parametrieren, daß sie nur den Hausverbrauch decken und bei Solarüberschuß nichts ins Netz einspeisen. Dazu bedarf es möglicherweise zusätzlicher Meßmittel: „Energie-Flußrichtungs-Messer“ (EnFluRi).

    Eine Steuerung mit einem Shelly Dimmer2 halte ich für nicht realisierbar.

    Bei der Hitze hält man sich am besten in der kühlen Kellerwerkstatt auf. Daher habe mal schnell einen Shelly EM zerlegt, weil ich das (a) noch nicht gemacht habe und ich (b) wissen wollte, ob man einen Shelly EM mit 12V DC betreiben kann und dennoch die Meßfunktion nutzen kann.

    Der Shelly EM hat eine kleine Sub-Leiterplatte, auf der das Relais montiert ist. Die muß erstmal raus:

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    Damit mehr auf der Oberseite der Leiterplatte zu erkennen ist, habe ich auch einen Abschnitt der Klemmenleiste entfernt. Außerdem der Sicherungswiderstand und den ersten HV-Elko.

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    Das Relais findet sich auch im Shelly 1L. Es leistet etwas mehr, als die Spezifikation des Shelly EM ausführt…

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    Auf der Unterseite der Leiterplatte finden wir den „energy meter“ IC ADE7953 (wie erwartet). Ein Baustein mit 10 Pins trägt die Aufschrift „363A“ und muß noch identifiziert werden. An zweien seiner Pins ist ein Schwingquarz (A944L) angeschlossen.

    Das Netzteil ist - Shelly-Standard - mit LNK304DN als Primärregler aufgebaut. Auch der 3,3V-Regler ist der altbekannte Typ.

    Was ich wissen wollte: Wo ist der Shunt für die Spannungsmessung angeschlossen? Direkt hinter dem Sicherungswiderstand RF1, also an N-Potential, sind zwei 499kΩ-Widerstände angeordnet. Die gesamte Logik und die Stromwandler liegen auf L-Potential. Damit kann die selbstgestellte Frage (b) ebenfalls beantwortet werden: Eine Speisung des Shelly EM mit 12V DC ist (auf dem üblichen Weg) möglich; Klemme N muß zur Zuführung der zu messenden Netzspannung jedoch weiter genutzt werden. Auslöten der Diode D1 trennt den Primärregler ab. Die Kleinspannung muß über einen anderen Weg zugeführt werden. Wenn man die Speisespannung (12V DC) puffert, kann der Shelly EM noch Meldungen über einen Spannungsausfall weitergeben, wenn die Netzspannung ausbleibt…

    Nachtrag: Der 10polige IC mit der Aufschrift „363A“ (U6) ist identifiziert: Es handelt sich um den PCF85363A, ein RTC (real time clock)-Baustein mit 64Byte RAM, der sehr niedrigen Stromverbrauch aufweist und batteriegepuffert werden kann. (Seine Pufferbatterie ist auf der Oberseite der Leiterplatte montiert). Höchstwahrscheinlich speichert dieser IC die Daten der Energiemessung, wenn die Stromversorgung unterbrochen wird.

    Zur Frage von Meisselbaer :

    Ein Beispiel, wie man mit einem Shelly RGBW2 ein PWM-moduliertes 0-10V-Steuersignal erzeugen kann, findet sich hier:

    thgoebel
    31. Dezember 2021 um 15:18

    Das ist natürlich keine nachbaufertige Lösung - es braucht ein wenig Forschungsarbeit: Zum Bleistift - verarbeitet die Pumpe ein PWM-moduliertes Signal? Das muß man zuerst testen…

    Wenn man den Shelly plus1 mit den Klemmen L und N parallel zur Steckdose schaltet, wird der Shelly zwar mit Strom versorgt, schaltet jedoch die Steckdose nicht. Will man das erreichen, muß man nach dem zitierten Schaltplan verdrahten.

    Bitte zieh einen Kundigen zu Rate, falls Du mit dem Schaltplan nicht anfangen kannst! Es kann Dein Leben retten!

    Der Shelly Bypass hat ja primär die Aufgabe, den vorgeschalteten, ohne Neutralleiter angeschlossenen Shelly 1L bzw. Dimmer2 mit Strom zu versorgen. Man erwartet natürlich, daß das parallel geschaltete Leuchtmittel nicht flackert/flimmert. Dies wird jedoch nicht immer erreicht: Es gibt LED Leuchten, die stark flackern/flimmern - und andere, die relativ immun sind. WIMRE gibt es eine Kompatibilitätsliste im Forum…

    Der "alte" 1PM misst ja die Spannung nicht, sondern verlässt sich auf den händisch festgelegten Korrekturwert...

    Siehe hier:

    645-ar768-tasterschaltung-12vdc-png

    Wie der Shelly mit Spannung versorgt und geschaltet wird, ist nach Studium des obigen Plans schon mal klar. Jetzt stellen wir uns ins Gedanken noch vor, daß die Glühlampe ein Magnetventil ist und daß der blaue Draht links mit dem schwarzen rechts und der braune Draht links mit dem roten rechts verbunden wird. Schon wird‘s funktionieren.

    Ein Glück, daß alles mit Kleinspannung betrieben wird - sonst wäre der Hinweis auf die zu Hilfe zu holende Fachkraft unüberhörbar gewesen…

    Wie ist denn überhaupt der Lichtschalter angeschlossen:

    Phase L1 von Unterverteilung auf Schalter-Eingang,

    am Schalter-Ausgang dann abgehend einmal zum Lichtauslass und einmal zum Lüfter,

    oder wird sowohl die Dauerphase als auch die geschaltete Phase zum Lüfter geführt?

    Das ist eine Frage, die nur Du klären kannst! Diese Klärung ist außerdem essentiell für die Klärung, wie ein Shelly eingesetzt werden kann. Wichtig zu wissen wäre auch, ob der Lüfter den Nachlauf selbst veranstaltet? In diesem Fall müsste der Lüfter eine dauerhafte Stromversorgung haben…

    Ich warte mal ab, was wir noch so erfahren.