Der Shelly 1L Gen1 ist mit dem Shelly 1L Gen3 nicht identisch.
Das ist korrekt: Shelly 1L Gen3 hat einen ESP32-Prozessor, bistabile Relais und eine verbesserte Stromversorgung. Mir ist bekannt, daß die SW-Eingänge nicht mehr gegen O geschaltet werden dürfen, weil ein 47kΩ-Widerstand durchbrennen kann, wenn eine ungünstige Konstellation der Schalter auftritt. Da der Shelly 1L ein solches Verhalten nicht gezeigt hat (jedenfalls ist nicht dergleichen bekannt geworden), darf man daraus schließen, daß die Spezifikation der 47kΩ-Widerstände beim 1L Gen3 eine andere ist. Daher darf gemäß Hersteller eine bestimmte, beim Shelly 1L Gen1 verwendete, beliebte Schaltungsanordnung mit dem Gen3-Gerät nicht mehr verwendet werden.
Abhilfe schafft das Einziehen eines weiteren Drahtes (für Sx), der Umbau der Schalter auf Taster oder eine andere Schaltungsanordnung. Hier zeigt sich die Flexibilität des Shelly-Designs!
Ein Rückblick auf 2023 zeigt uns, daß das Thema „Überlastung des 47kΩ-Widerstands“ schon einmal beim Shelly Mini plus 1 (Gen2) aufgefallen ist:
Beitrag
Habe jetzt einen Selbstversuch gestartet und einen Shelly Mini 1 mit einem Schalter gegen N aktiviert. Test läuft…
Gemessen, recherchiert und gerechnet habe ich auch:
In allen Shelly-Aktoren sind an der/den Klemme(n) SW 47kΩ-Widerstände der Bauform 1206 eingebaut. Das konnte mit der Schieblehre verifiziert werden: Breite etwa 1,5mm, Länge etwa 3mm. Für diese Bauform wird eine Nennleistung von 250mW angegeben. In der Schaltung wird der Widerstand von einer Halbwelle der Netzspannung durchflossen.…
thgoebel
12. November 2023 um 18:47
Die eigentliche Ursache des Ausfalls war dann aber ein Layout-Fehler. Weil die Generation 3 bereits in den Startlöchern stand, musste die Hardware nicht geändert werden.