Ich kann mir nicht direkt vorstellen wie ein einfacher Shelly ne 16A Sicherung direkt auslösen sollte.
„Wie“ ein einfacher Shelly einen 16A LS-Automaten zum Auslösen bringen kann, möchte ich jetzt an Hand einiger Fotos des inkriminierten Shelly 2.5 von Karle aufzeigen:
Man erkennt leicht, daß die WLAN-Antenne zerstört wurde - und zwar durch einen Lichtbogen, der sich zwischen dem „U-Draht“ des Sicherungswiderstands (liegt, so wie der Sicherungswiderstand eingelötet ist, direkt auf N-Potential) und der WLAN-Antenne (liegt auf L-Potential) ausgebildet hat. Auch der umgebogene Anschlußdraht der Spule (links vom Sicherungswiderstand) hat bei der schändlichen Handlung mitgewirkt: Ist erstmal ein Lichtbogen gezündet, bilden sich weitere Überschläge durch die ionisierten Gase aus.
Hier eine Nahaufnahme:
Der Fehler hat allerdings mit dem Durchbrennen des Sicherungswiderstands begonnen: Hier entstanden die auslösenden Gase, mit denen sich dann der Lichtbogen zwischen L und N ausbildete! Weshalb der Sicherungswiderstand auslöste, muß noch eruiert werden. Werde berichten…
Bereits jetzt lassen sich jedoch zwei Verbesserungsmöglichkeiten erkennen:
(a) Es wäre vorteilhaft, den Sicherungswiderstand mit einer flammhemmenden Hülle (spezieller Schrumpfschlauch) auszustatten, damit ionisierende Gase zurückgehalten werden.
(b) Der Sicherungswiderstand muß andersherum eingelötet werden: Im Lötauge (sic!), welches direkt mit Klemme N verbunden ist, muß der kurze Anschlußdraht platziert werden. Der lange Anschlußdraht („U-Turn“) muß an das zur Innenschaltung führende Lötauge. Damit wird gewährleistet, daß im Fall einer Berührung des „U-Drahts“ mit der WLAN-Antenne der Sicherungswiderstand auslösen kann. Bei allen Shelly 2.5, die ich bisher auf dem Tisch hatte, sind die Sicherungswiderstände in der oben dargestellten Weise montiert.