Habe das Verhalten des Shelly plus 1PM (YANG) bei kleinen Leistungen auf dem Labortisch untersucht: Als Last wurden ohmsche Widerstände verwendet (Draht-Poti 10kΩ, 6W, Festwiderstände 10kΩ und 20kΩ, 5W), damit aus der Spannungs- und Strommessung mit 4,5stelligen Multimetern eine Wirkleistung errechnet werden kann. Die Ausgangsimpulse des BL0937 wurden oszillografiert.
(a) Leistung 1,1W
Anzeige /rpc/Shelly.getstatus (siehe oben): apower: 1,1W, voltage: 100,1V, current: 17mA.
Gemessene Werte: 100,42V, 10,6mA. Das ergibt 1,06W
Anzeige GUI: 1,1W
Die Periodendauer der Stromimpulse ist größer als 5 Sekunden, die der Leistungsimpulse größer als 10 Sekunden!
(b) Leistung 0,6W
Anzeige /rpc/Shelly.getstatus (siehe oben): apower: 0,6W, voltage: 100,2V, current: 14mA.
Gemessene Werte: 100,36V, 5,1mA. Das ergibt 0,512W.
Anzeige GUI: 0,6W.
Die Periodendauer der Stromimpulse ist größer als 9 Sekunden, die der Leistungsimpulse größer als 18 Sekunden!
(c) Leistung 0,3W
Anzeige /rpc/Shelly.getstatus (siehe oben): apower: 0,3W, voltage: 100,3V, current: 0,0mA.
Gemessene Werte: 100,53V, 2,9mA. Das ergibt 0,292W.
Anzeige GUI: 0,3W.
(d) Leistung < 0,3W
Anzeige /rpc/Shelly.getstatus (siehe oben): apower: 0,0W, voltage: 100,3V, current: 0,0mA.
Gemessene Werte: 100,73V, 1,97mA. Das ergibt 0,198W.
Anzeige GUI: 0W
Fazit:
Der Leistungswert wird bei kleinen Leistungen etwas zu hoch angegeben. Die vom Shelly angegebenen Ströme sind ebenfalls zu hoch (@ 1,1W und 0,6W). Unterhalb von 10mA wird der Strom mit 0mA angezeigt. Bei Leistungen kleiner 0,3W zeigt der Shelly keine Werte mehr an. Die Anzeige der Leistung erfolgt jedoch, über alles gesehen, genauer als die Anzeige der Stromaufnahme der Last.
Daraus folgt, daß der ESP32 bei kleinen Leistungen nicht die Frequenz der Leistungsimpulse des BL0937 ermittelt, sondern die Periodendauer (Pulsabstand). Ansonsten wäre die Anzeige der Meßwerte nicht in so kurzer Zeit möglich, wie zu beobachten ist.