Beiträge von thgoebel

    Sehr kleine Leistungen zählen zum „thermischen Rauschen“ und werden seit einer bestimmten Firmware-Version unterdrückt. Die Anfragen im Forum häuften sich, weil Geräte im ausgeschalteten Zustand solche kleinen Verbrauchswerte zeigte, obwohl sie ausgeschaltet waren. Dies kommt von den eingebauten Entstörgliedern.

    Offenbar liegen die 0,6W an der Nachweisgrenze…

    Warum hast Du 120V genutzt?

    Wie beschrieben, geschah die Spannungsversorgung über Trenntrafo. Der erhöht die Netzspannung auf rd. 245V. Was Du oben in der Mitte des Displays siehst, ist der Triggerpegel von Kanal 2: 1,18V.

    Der Plus 2PM evtl. auch (ich vermute eher nicht, auch wenn der gleiche Chip verbaut ist)

    Vermutlich Hardware-abhängig. Immer wenn ADE-Chips verbaut sind, sollte das funktionieren. Vielleicht kommt mit der Serienfreigabe noch eine Detaillierung von Allterco. Vielleicht dürfen wir das aber auch selbst herausfinden…

    Habe mir die Problematik am Objekt angesehen: Dieser Hinweis ist mehr als überfällig! Der Leiterbahnabstand an der kritischen Stelle des Add-On ist ähnlich gering, wie der auf der Leiterplatte des Shelly 1 - der nicht für SELV-Anwendungen genutzt werden darf („Mischspannung“).

    Daher sollte IMHO die gleiche Empfehlung auch für Shelly 1 MIT Add-On gelten: Entweder Speisung mit Kleinspannung (über ein SELV-zertifiziertes Netzteil) in kritischen Situationen oder aber: Finger weg!

    Zur Klarstellung: In Beitrag #2 dieses Threads habe ich dargestellt, warum es nicht gelingt, an einem kompletten Stromkreis, bestehend aus Schalter/Taster und Verbraucher, den Schaltzustand mittels SW-Eingang eines Shelly zu ermitteln. Dazu bedarf es (a) eines Koppelrelais oder (b) eines Widerstands, 500kΩ bis 1MΩ, in Serie zum SW-Eingang des Shelly.

    Also ENTWEDER ein Relais ODER ein Widerstand!

    Hier

    thgoebel
    1. Oktober 2022 um 13:19

    wurde Firmware 0.11.2-beta1 vorgestellt. Diese FW enthält ein Feature zur Schonung des Relaiskontakts und zur Verbesserung der Störsicherheit der Shellies beim Schalten: Das/die Relais sollen im Nulldurchgang (des Stroms?) geschaltet werden. Ob dies angesichts der Verzögerungszeit des Relais gelingen kann, soll hier ermittelt werden:

    A. Meßaufbau

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    Genutzt werden drei Kanäle des Oszilloskops: Kanal A stellt die Spannung über dem Relaiskontakt dar, Kanal B die Schaltspannung an Klemme SW und Kanal C den Strom zur Last (Glühbirne 40W). Kanal B triggert das Oszilloskop. Daher muß das Bezugspotential auf Klemme L des Shelly gelegt werden. Daher ist die Anzeige über dem Relaiskontakt erforderlich - und nicht, wie üblich, über der Last. Bitte dies zu beachten! Die Strommessung erfolgte mit Tektronix A6302/AM503. Die Versuchsanordnung wurde aus Sicherheitsgründen über einen Trenntrafo mit Netzspannung versorgt.

    B. Schalten mit Firmware 011.0 (aktuelle freigegebene Version)

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    Die beiden Oszillogramme zeigen das Einschalten der Last. Der Augenblick des Einschaltens ist zufällig in Bezug auf die Netzfrequenz.

    C. Einschalten mit Firmware 0.11.2-beta2

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    Diese drei Oszillogramme mögen ausreichen, um den Nachweis zu führen, daß der Shelly immer derartig einschaltet. Man erkennt, daß im Nulldurchgang der Spannung eingeschaltet wird - Strom fließt in diesem Augenblick ja nicht und die Art der Last ist nicht bekannt. Daher kommt es zu einem (höheren) Einschaltstrom wegen des (niedrigeren) Kalt-Widerstands der Glühbirne.

    D. Ausschalten mit Firmware 0.11.2-beta2

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    Auch hier mögen 3 Beispiele für den Nachweis der Beständigkeit ausreichen. In allen Fällen wird im Nulldurchgang des Laststroms ausgeschaltet! Dies vermeidet Spannungsspitzen durch Induktion an Spulen und Motoren und schont den Relaiskontakt.

    Fazit

    Leider wirkt dieses Feature nur bei Shellies mit „Energy Meter“-Chips des Typs ADE7953 und ADE7880, wie sie in den Shellies pro 2PM, pro 4PM und plus 2PM verbaut sind. NICHT wirksam ist diese Technik im Shelly plus 1PM: Hier werkelt ein BL0937 Energy Meter, welches die Meßwerte für Spannung, Strom und Leistung als frequenzcodiertes Signal an den ESP32-Prozessor des Shelly weitergibt. Dabei fehlt jeglicher Phasenbezug zwischen Strom und Spannung.

    Habe heute Vormittag zwei Stunden an einem Shelly plus 1PM gemessen: Strom und Spannung an einer ohmschen Last (Glühbirne) oszillografiert. Mit und ohne beta-Firmware. Die Ergebnisse sind interessant, jedoch nicht zur Veröffentlichung bestimmt. (Möchte niemanden einseitig vorspannen, sondern die Erfahrungsberichte aus der Praxis abwarten.)

    Nachtrag: Der von mir als Testobjekt genutzte Shelly plus 1PM kann das mit Firmware 0.11.2-beta eingeführte Feature des Schaltens im Nulldurchgang (des Laststroms?) nicht umsetzen. Dazu gehört die Kenntnis der Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung bzw. die Kenntnis der Phasenlage der Spannung in Bezug auf die Zeit. Im Shelly plus 1PM wird jedoch der Energy Meter Chip BL0937 genutzt, der lediglich Leistung, Strom und Spannung als frequenzcodiertes Signal an den ESP32 Prozessor weitergibt. Daher fehlt der Zeitbezug völlig! Kann somit nicht funktionieren - was meine vergeblichen Messungen bestätigt haben…

    Nächster Versuch mit einem Shelly pro 2PM

    Hier:

    thgoebel
    1. Oktober 2022 um 15:27

    Willkommen im Forum!

    Zur Frage: Das wird so nicht funktionieren, weil die SW-Eingänge des Shelly plus i4 immer aktiv sein werden: Bei ausgeschalteter Lampe wird der jeweilige SW-Eingang durch N-Potential aktiviert; bei eingeschalteter Lampe durch L-Potential.

    Abhilfe ist möglich mit

    (a) Einsatz von Trennrelais oder

    (b) Anordung eines Widerstands im die Leitung zum SW-Eingang.

    Details sind hier beschrieben:

    thgoebel
    2. September 2021 um 18:57

    Zum Schaltbild noch ein paar Worte: Die beiden Drähte in gelb und grün von Klemme N des Shelly zu Klemme 6 und 8 des Antriebs sind überflüssig, weil der Shelly bereits mit N und L beschaltet ist. Möglicherweise kommt es zum Kurzschluss, wenn dies so angeschlossen wird. Man muß meßtechnisch ermitteln, ob Klemmen 6 und 8 des Antriebs N-Potential führen, oder ob es die Klemmen 5 und 7 sind. Ist dies erledigt, brauchen nur noch die SW-Eingänge (über den Widerstand) mit den entsprechenden Klemmen des Antriebs verbunden zu werden.

    Willkommen im Forum!

    Zum Thema:

    170-ar768-ausschaltung-png

    Das ist ein Anschlussplan für Shelly 1 (denke, den hast Du für die Klingelerkennung genutzt?). Stell Dir vor, die Glühbirne ist Dein Gong. Und den Taster hat Du ja bereits verdrahtet. Jetzt ist nur noch ein Draht von Klemme L zu Klemme I zu legen und der Gong an Klemme O und N zu schalten. Bei „Button Type“ würde ich „Activation Switch“ einstellen und bei „Timer“ „Auto-Off“ auf 1 Sekunde. Dann wird der Relaiskontakt des Shelly für 1 Sekunde geschlossen, wenn der Klingeltaster betätigt wird.