Beiträge von thgoebel

    [...] ob ich einfach noch zusätzlich zum Wechselrichter mit dem 3EM an die vorhandenen 100A Klemmen gehen kann

    Ich lese hier "zusätzlich" und schon sträuben sich mir die Nackenhaare: BEIDE Meßeinrichtungen können nicht von einem Satz Stromwandlern versorgt werden! Erstens wäre das Meßergebnis beider Geräte fehlerhaft, weil sich der Meßstrom dann aufteilen muß - auf zwei Bürdenwiderstände unbekannter Größe! Zum anderen ist das Bezugspotential, auf dem die Bürdenwiderstände liegen, gleichfalls unbekannt. Beim Shelly 3EM liegt das g.s.D. auf dem Potential des Neutralleiters (beim Shelly EM wäre es auf dem Potential des Außenleiters!).

    Fazit: Finger weg! Der Wechselrichter und/oder der 3EM könnten ihr Leben aushauchen!

    Zwei Typen befinden sich in der Erprobung bei Forennutzern: (a) Ein Nichicon-Elko 100μF/16V (zu beziehen u.a. bei Darisius GmbH) und (b) ein Elko 100μF/25V von Illinois Capacitors (zu beziehen u.a. bei Farnell). Wie lange diese bei den Shelly 2.5-typischen Innentemperaturen aushalten, wird sich zeigen!

    Der TE hatte ja, ganz unüblich LEDs an 230V , gleichgerichtet oder nur über ne Diode?

    Unüblich ja - aber kommerziell angeboten! Denke, daß im Stecker ein Brückengleichrichter verbaut ist, um eine das Netz störende Gleichstrom-Komponente zu vermeiden. Die Widerstände sind ja mit den LEDs linear in Serie angeordnet. Und wenn das ganze ordentlich isoliert ist…

    Schwachpunkt dieser Technik ist sicherlich die Empfindlichkeit gegen Störspannungen.

    Und da wird sicherlich immer ein sehr geringer Stom fließen.

    Bin noch nicht schlüssig, wie der „Leckstrom“ entsteht. Den Schaltungsauszug habe ich ja in Beitrag #11 diesem Thread angehängt - lade jeden herzlich ein, mitzudenken! Ganz offensichtlich ist eine Gleichstromkomponente im „Leckstrom“ enthalten, die sich bei Belastung mit einem LED-Netzteil vollständig ausprägt. Dies wohl wegen des in LED-Netzteilen enthaltenen Ladekondensators. Bei rein ohmscher Last (siehe das Beispiel mit der Glühlampe) folgt der Leckstrom der prägenden Spannung.

    Das sinnvollste ist bestimmt ein PTC.

    Das hat erzaor86 ja praktisch erprobt. Ideal wären PTC-Widerstände mit großer Variation über die Temperatur: Diese hätten den Vorteil eines möglichst kleinen Kaltwiderstands, um Störungen gut zu dämpfen - und eine geringe Verlustleistung bei eingeschaltetem Dimmer. Leider läßt sich die Materialphysik nicht überlisten…

    Eine elektronische Lösung („Shunt“ parallel zur Lampe bei ausgeschaltetem Dimmer) wäre ebenfalls denkbar. Kritische Punkte dabei isind die sichere Erkennung des Zustands - und die Kosten!

    Ganz sicher war die gestrige Messung „nixnützig“ - weil fehlerhaft (siehe hier:

    thgoebel
    16. Oktober 2022 um 11:55

    ). Ein Glück, daß mir das heute Vormittag aufgefallen ist…

    Die Suchfunktion wird helfen, Threads zu finden, in denen eine Anschaltevariante vorgestellt wird, bei der das Netzteil für den Antrieb über O1/O2 des Shelly 2.5 versorgt wird. Dabei arbeitet der Shelly mit Netzspannung - eine Kalibrierung ist möglich!

    Bitte sieh mir nach, daß ich Deine Zweifel an der Korrektheit meiner Aussage in Beitrag #44 nicht auflösen werde. Das Thema ist so alt, wie der Shelly 2.5. Auch hier wird die Suchfunktion Treffer und Aufklärung bringen!

    Weil die betreffenden Beiträge nicht leicht zu finden sind, nenne ich an dieser Stelle zwei Links zu Threads, in denen Schaltungsauszüge des Shelly Dimmer2 enthalten sind:

    thgoebel
    28. Februar 2022 um 13:28

    und

    thgoebel
    8. Dezember 2021 um 17:16

    Willkommen im Forum!

    Zur Frage: Mit 24V DC funktioniert die Kalibrierung nicht, weil die Leistungsmessung (die zur Durchführung der Kalibrierung benötigt wird) mit Gleichspannung nicht arbeitet. Es könnte theoretisch mit 24V AC funktionieren. Aber dann müsste der Shelly mit einem zweiten (Gleich-)Spannung versorgt werden, weil er mit 24V AC als Versorgungsspannung nicht arbeitet.

    Die Idee mit dem Kondensator hat mich bereits vergangene Nacht verfolgt. Angesichts der neuen und korrekten Oszillogramme halte ich den Ansatz jedoch für nicht zielführend: Es ist ein kleiner Gleichstrom, der das Glimmen bei LEDs verursacht. Und Gleichströmen kann man mit Kondensatoren nicht beikommen (ganz platt ausgedrückt). Außerdem kann ich das Glimmen ja nicht beurteilen: Bei meiner LED-Lampe tritt es nicht auf - daher kann ich auch nicht beurteilen, mit welcher Maßnahme es abzustellen ist. Bin da ausschließlich auf die bildgebende Diagnostik angewiesen (und das ist schon in der Medizin häufig mißweisend)…

    Diese Rechnung darf man so machen! Bei Gleichstrom tritt kein Crest-Faktor auf. Aber nochmals: Diese „Verlustleistung“ ist wohl zu verschmerzen. Störender ist wohl in manchen Augen das Glimmen der LED im Dunkeln…

    An anderer Stelle hatte ich prognostiziert, daß der Strom- und Spannungsverlauf bei ausgeschaltetem Dimmer2 stark von der Art des angeschlossen Verbrauchers abhängen wird. Hier ein Beispiel dazu:

    Angeschlossen ist an Stelle der OSRAM-LED eine 40W Glühbirne.

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    (SCR279)

    Hier ist die Spannung über der Last sehr viel kleiner (die Lampe hat einen Kaltwiderstand von 94Ω) - aber der Stromverlauf ist ein anderer!

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    (SCR280)

    Es fließen rd. 1,2mA durch die Glühbirne (die natürlich davon völlig unbeeindruckt bleibt und nicht glimmt)…

    Heute habe ich den Meßaufbau erneut hergestellt, um weitere Fragen zu klären:

    Wie verhalten sich Strom und Spannung an der LED, wenn diese umgepolt wird?

    Welcher Strom fließt, wenn eine ohmsche Last vorhanden ist? Wie sieht der Spannungsverlauf aus?

    Wie wirkt sich ein Grundlastelement auf Strom und Spannung aus?

    Überrascht war ich, daß ich zwar denselben Spannungsverlauf darstellen konnte, jedoch keine Stromspitzen mehr zu sehen waren! Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Fehler erkannt hatte: Gestern war die Tektronix-Stromklemme versehentlich an der Zuleitung zur Klemme L des Shelly angebracht gewesen. Ich habe somit die Stromaufnahme des Shelly gemessen!

    Hier nun die korrekten Meßwerte:

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    (SCR277)

    Es liegt eine Spannung von rd 28V RMS zwischen Klemme O und N des Shelly an (siehe Beitrag #1); die Stromspitzen sind jedoch verschwunden. Allerdings erkennt man einen kleinen Dauerstrom, der im ausgeschalteten Zustand ständig aus Klemme O über das Leuchtmittel nach N fließt. Diesen (Gleich-)Strom schauen wir uns jetzt näher an:

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    Die Stromzange misst rd. 600μA, mein Multimeter gibt 100μA an. Würde jetzt eher dem DMM Glauben schenken - die Stromzange ist bei sehr kleinen Strömen eher fehlerbehaftet.

    Dieser Strom verursacht das Glimmen der LED im ausgeschalteten Zustand.

    Danke für die Aufklärung! Der „ungenützt verbrauchte“ Strom wird IMHO jedoch nicht das Hauptproblem sein. Und ja: Wieviel Strom fließt, in welcher Kurvenform und mit welcher Spannung er getrieben wird, wird mit Sicherheit von der Art der Last abhängig sein. Deshalb hatte ich ja in Beitrag #36 geäußert, daß da noch viel Arbeit drin steckt…

    Dieser Screenshot gibt mir Anlass, einen hardwaremässigen Defekt zu vermuten:

    35263-bildschirmfoto-vom-2022-10-15-21-35-39-png

    Zwei Kanäle (3 und 4) zeigen keine Betriebsspannung an! Die Spannung von jeweils zwei Kanälen wird von einem „Energy Meter“-IC ADE7953 gemessen. Da die Spannungszuführung über die Klemmen L geschieht, die alle vier intern verbunden sind, muß ein Hardware-Defekt vorliegen.

    Falls in der Garantiezeit, würde ich vorschlagen, ein Ticket zu eröffnen…

    Aber eine Messung mit N im "ausgeschaltetem" Zustand des Verbrauchs mit und ohne Verbraucher an O würde mich auch interessieren.

    Schubbie: Die gestern geposteten Diagramme waren allesamt mit Neutralleiter! Ohne N am Dimmer2 im ausgeschalteten Zustand zu messen, halte ich nicht für sehr „prickelnd“, weil in diesem Szenario ein Strom im ausgeschalteten Zustand fließen MUSS, um den Shelly am Leben zu halten.