Beiträge von thgoebel

    Zuweilen ist ein Shelly 2.5 so geschädigt, daß eine Reparatur nicht mehr lohnt - z.B. wenn der Primärregler LNK304 defekt ist. Was tun mit einem solchen Shelly, der - versorgt mit 12V DC - noch hervorragend funktioniert? Einige Relais HF32FA-012-ZS1 mit Umschaltekontakt, die ich für einen anderen Versuch im Bestand hatte, verleiteten mich zu einer Modifikation des defekten Shelly auf 12V-Versorgung und integrierter Polwendeschaltung:

    Dabei müssen lediglich die Relais ausgetauscht werden und die neu hinzugekommenen „NC“-Kontakte der Relais mit Klemme N verbunden werden. Das „lediglich“ erwies sich jedoch als beträchtliche Hürde: Bei einem der beiden Relais gelingt das sehr leicht. Weil die Relais jedoch um 180° verdreht eingebaut sind, passt der „footprint“ des Relais nicht mehr so richtig zur angestrebten Schaltung! Zwei Pins des Relais müssen vertauscht werden. Dies gelingt nur mittels Trennung von Leiterbahnen auf der Relaisbaugruppe:

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    Rechts kann man die beiden Trennstellen erkennen. Daß es im Shelly 2.5 eng zugeht - besonders zwischen dem Klemmenblock und der Relaisbaugruppe - weiß jeder, der schon einmal einen 2.5er geöffnet hat. So musste eine der Drahtkreuzungen unter das Relais verlegt werden. Auf der Lötseite konnte kein Schaltdraht verwendet werden, sondern nur Blankdraht und Kaptonfolie. Die Shunt-Widerstände sind an Ort und Stelle verblieben, wurden jedoch überbrückt.

    So sieht es im Inneren des Shelly nach dem Zusammenbau aus:

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    Das 230V-Netzteil ist weitestgehend entfernt, denn die Relais mit Umschaltkontakt sind 2mm höher, als die NO-Ausführung. Daher muß der Platz hinter den Relais freigehalten werden. Allerdings konnte ein größerer Elko auf der 12V-Schiene eingebaut werden (470μF/16V).

    Der fertige Shelly:

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    Zwischen den beiden Ausgängen O1 und O2 liegen jetzt, je nach gewählter Laufrichtung - plus oder minus 12V an. Der Ausgang darf mit 3A belastet werden (Datenblatt des Relais). Leider ist eine Kalibrierung nicht möglich, weil die Leistungsmessung bei Betrieb mit Gleichspannung nicht funktioniert.

    Wer so etwas gebrauchen kann: PM an mich…

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    Ehe ich auf die Frage im einzelnen eingehe, möchte ich wissen, ob Du Dich damit beschäftigt hast, das Zeitrelais durch den Shelly 1 zu ERSETZEN? Halte diesen Gedanken für zielführender, als mühsam eine Anpassung für eine Ressource zu schaffen, die obsolet erscheint! Denn der Shelly hat eine „eingebaute“ Zeitschaltuhr und ist recht flexibel an Schalter oder Taster anzupassen.

    Dies wäre z.B. geeignet:

    https://smile.amazon.de/Heschen-Hausha…ps%2C390&sr=8-5

    Mit einem Widerstand an Klemme SW geht es allerdings auch:

    thgoebel
    2. September 2021 um 18:57

    Im beschriebenen Anwendungsfall muß allerdings L und N am Shelly vertauscht werden oder „Button Type“ auf „Reverse“ gesetzt werden. Bei der Beschaffung eines passenden Widerstands mit Berührungsschutz bin ich gerne behilflich…

    Willkommen im Forum!

    Zur Frage: Der SW-Eingang eines Shelly-Aktors wird nicht mittels Spannung aktiviert, sondern durch einen Stromfluß aus Klemme SW nach Klemme L. Zwischen Klemme SW und Klemme L liegt eine Spannung von rd. 3V DC an, der fließende Strom bei Verbder beiden Klemmen beträgt 34μA - ist also sehr klein.

    Details dazu sind im Foren-Bereich „Shelly inside“ zu finden; ebenso Anregungen, wie man z.B. eine Wechselspannung mit einem SW-Eingang detektiert.

    Habe eben meinen Test-Shelly plus i4DC auf dem Prüfstand: Der läuft mit 28V DC wie‘s Lottchen. Hatte zunächst die Befürchtung, die hier

    thgoebel
    26. September 2022 um 12:41

    beschriebene und (noch) nicht ganz verstandene Schaltung des Netzteils könne bei Überspannung den Betrieb des Shelly unterbrechen. Der Test mit 28V hat jedoch dies nicht bestätigt…

    Das sollte möglich sein: Das Bezugspotential und die galvanische Trennung der beiden Kontakte gegeneinander sollten jedoch vorher überprüft werden. Falls der zweite Kontakt, der "Tor offen" anzeigen soll, völlig getrennt vom ersten Kontakt ist, muß eine Klemme des Kontakts mit Klemme L des Shelly 1 verbunden werden, die zweite Klemme des Kontakts mit Klemme SW des Shelly. "Button Type" des Shelly muß auf "detached" gesetzt werden und eine entsprechende "Action" eingetragen werden.

    Mit einem Trennrelais oder einem Widerstand zwischen SW und dem Abgriff an der Störungslampe ist das möglich. Näheres dazu hier:

    thgoebel
    2. September 2021 um 18:57

    Vorsicht! Viel Lesestoff. Ein gewisses Verständnis für elektrische Schaltungen wird vorausgesetzt. Gerne bin ich bei der Beschaffung eines konfektionierten, berührungssicheren Widerstands behilflich…

    Das Anschalterelais mit Triac wird am SW-Eingang eines Shelly-Aktors oder am UNI nicht funktionieren, weil (a) der vom Triac verlangte Mindeststrom nicht erreicht werden wird und (b) der Triac bei Gleichstrom, wie er am SW-Eingang fließt, nicht mehr ausschaltet. Triacs brauchen dringendlich Wechselstrom!

    Na, jetzt kommt doch Licht ins Dunkel, was den Anschluss für den Zusatzlautsprecher betrifft! Weil das Signalgerät F2040 keine Stromversorgung benötigt und beim Anschluss des Anschaltrelais F2438 ein Optokoppler direkt mit A+/A- verbunden wird, folgere ich, daß an Klemme A+/A- ein Wechselspannungssignal anliegt, wenn geklingelt wird. Ergo würde Eich eine Optokoppler-Baugruppe nehmen (wie sie DIYROLLY gleich empfehlen wird) und diese an A+/A- anschließen. Auf der Sekundärseite des Optokoppler-Baugruppe wird der Eingang IN eines Shelly UNI angekoppelt: An IN muß eine positive Spannung anliegen, wenn geläutet wird. Der UNI wird mit den 18V DC aus dem Anlagen-Netzteil gespeist. 100 mA sollten noch übrig sein…

    Nachtrag: Die Verwendung des F2438 an einem Shelly 1 (SW-Eingang) sehe ich nicht gegeben, weil das F2438 einen Triac-Ausgang hat, den den geringen Gleichstrom, der von SW nach L fließen muß, um den Shelly zu aktivieren, nicht schalten wird.