Beiträge von thgoebel

    Das zusätzliche Einfügen der Verbindungen vom BL0937 zum ESP8266 bringt ja noch nicht den gewünschten Effekt - eine Umstellung auf Tasmota-Firmware ist erforderlich. Und ja, auch beim Shelly 2.5 arbeitet ein ESP8266 (wie bei fast allen Generation 1-Shellies). Wegen der beim 2.5er erforderlichen zwei Leistungsmesskanäle sind dort keine zwei BL0937 verbaut, sondern ein ADE7953. Letzterer gibt die Spannung standardmäßig an den Prozessor weiter.

    Der Shelly 1PM liefert über die Web-Schnittstelle keine Spannungswerte - daher kann in einem übergeordneten System auch kein Spannungsverlauf dargestellt werden! Die dazu erforderlichen beiden Verbindungen zwischen dem "Energy Meter"-IC (BL0937) und dem ESP8266 (CPU) wurden erst beim Shelly plus 1PM in der Hardware realisiert. Der "Energy Meter"-IC misst jedoch durch aus Spannung und Strom und berechnet daraus zusammen mit dem Phasenwinkel (cos phi) die Wirkleistung.

    Liest man sich die Problemstellung im ersten Beitrag dieses Threads genau durch, so wird klar, daß die von @SaschaBr geäußerte Vermutung die schlüssige Erklärung für das Nicht-Funktionieren ist! Denn eine Diode hilft nicht, wenn via App/WebUI geschaltet wird. Die Stromaufnahme des Gongs sollte dringend geklärt werden, ehe am Shelly UNI größerer Schaden entsteht!

    Den Shelly RGBW2 kann man dauerhaft an der Betriebsspannung betreiben, wenn man ein kleines 12V DC-Netzteil (bzw. auch Steckernetzteil) nutzt, das durchaus nicht viel Strom im Dauerbetrieb verbrauchen muß. Die/den LED-Strip(s) kann man mit der geeigneten Stromversorgung, auch mit 24V DC, betreiben, die ausgeschaltet werden darf. Die vier Anschlüsse für die Strips schalten den Betriebsstrom der LED gegen GND, sodaß die beiden Stromversorgungen voneinander getrennt sind.

    Ein solches Vorgehen würde das Flackerproblem beseitigen.

    Bitte checken: Liegt N-Potential an Klemme N an? Liegt L-Potential an Klemme L (sicherlich ja, denn die Verbraucher wollen ja geschaltet werden...). Die externe Versorgungsspannung darf NICHT über Klemme N und L zugeführt werden, wenn Strom und Spannung gemessen werden soll!

    Meine Vermutung, der Gleichspannungsanteil der Versorgung wird Softwaremässig "rausgerechnet" -

    Was sollte das bringen? Die Versorgungsspannung ist an einem Punkt mit der Meßspannung verbunden: Am VDR-Widerstand, direkt nach dem Sicherungswiderstand.

    Bitte auch mal das Datenblatt zum ADE7953 studieren. Der hat ein standardmäßig aktiviertes Hochpass-Filter vor dem ADC, der die Spannung misst, um Gleichtakt-Effekte zu unterdrücken. Da muß der ESP nichts rechnen...

    Schalte bitte eine Diode 1N4148 oder 1N400x (x von 1 bis 7) vor den Digitaleingang (IN-1 oder IN-2). Die Kathode (Ring am Bauteil bzw. Querstrich am Schaltsymbol) an Pin 7 oder 8; an die Anode wird der Draht vom Klingeltaster angeschlossen. Dann sollte es funktionieren. Bei Fragen nach dem „Warum“ bitte ich doch, die Forensuche zu bemühen…

    Der Anschluss der externen Spannung (12V DC, stabilisiert) muß am NV-Elko der 12V-Schiene erfolgen. Der Primärregler muß von der Klemme N abgetrennt und damit wirkungslos gemacht werden. Dies erreicht man zweckmäßigerweise durch Entfernen der Diode nach dem Sicherungswiderstand. Damit die Spannungsmessung funktioniert, muß nämlich Klemme N mit dem Neutralleiter verbunden sein - trotz der externen Versorgung. Bitte beachten: GND (Minus 12V) des externen Netzteils liegt auf L-Potential! Die Stromzufuhr vom Netzteil zum Shelly muß daher mit den geeigneten Isolationsparametern ausgeführt sein.

    Ein PT100-Temperaturgeber ist recht niederohmig. Am Add-On plus dürfte das schwierig werden, weil die Referenzspannung nur mit 1mA belastbar ist. Aber am Shelly UNI wäre ein Einsatz denkbar. Eine gut stabilisierte Versorgungsspannung vorausgesetzt, kann ein Spannungsteiler mit dem PT100-Widerstand aufgebaut werden und mit dem ADC die Widerstandsveränderung gemessen werden. Oder man baut eine präzise Stromquelle und misst die Spannung über dem PT100…

    Der LNK304 ist ja nun schon einige Jahre auf dem Markt. Die RDSon-Werte des MOSFET auf dem Chip sind sicherlich nicht mit denen heutiger Designs vergleichbar. Und schnellereDioden, als die E1J wird es auch geben...

    Hinzu kommt ggfs. die Abwärme der beiden Shunts für die Strommessung, falls größere Verbraucher angeschlossen sind!

    Nur: was bringt uns solche Überlegungen? Der Shelly 2.5 wird demnächst ausgemustert, sein Nachfolger ist bereits verfügbar. Der Shellx plus 2PM hat einen anderen, vermutllich besseren (?) Primärregler. Allerdings dieselben Shunts...

    In Deiner speziellen Situation könnte die externe Versorgung mit 12V DC helfen, die temperaturbedingten Ausfälle zu mindern.

    Nachtrag: Lötet man die Diode D12 aus (Netzgleichrichter)

    35105-046ff898-17f8-4a37-8b7f-625add5c7d30-jpeg


    so kann das ganze Primärnetzteil unverändert im Shelly verbleiben. Der Primärregler ist nämlich rückstromfest. Es muß lediglich die externe Versorgungsspannung (DC 12V) am NV-Elko angeschlossen werden. Bei HW-Revision v.0.1.7 ist das ganze ohnehin kein Thema - da kann der komplette Primärregler mit der Sub-Leiterplatte entfernt werden...

    Hat jemand schon eine Ahnung, ob sich der Plus Nachfolger vom Shelly 2.5 ähnlich einfach auf externe 12V Speisung umbauen lässt

    thgoebel
    11. Oktober 2022 um 13:39

    Also - alles dieselbe Soße...