Beiträge von thgoebel

    Den in Beitrag #1 geäußerten Gedanken eines stehenden Lichtbogens zwischen der Anschlußklemme C und dem Massekragen der LAN-Buchse muß ich widerlegen: Habe mir die Sub-Leiterplatte mit den Klemmen A und B angesehen und dort an beiden Lötpunkten der Klemmen Spuren von großer Hitze entdeckt:

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    An beiden Lötpunkten ist das Zinn geschmolzen; die Legierung hat sich in ihre Bestandteile zerlegt.

    An den Klemmen der darunter befindlichen Netzteil-Subleiterplatte sind ebenfalls Schmelzspuren zu erkennen, so daß davon auszugehen ist, daß ein Lichtbogen zwischen den Lötpunkten L2 und L3 sowie der Klemme L1 gestanden haben muß:

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    Ruft man sich die Einbaulage des Shelly pro 3EM auf einer DIN-Schiene vor Augen und dreht die Innenansicht in die korrekte Lage, wird klar, wie der Entstehungsprozeß des Lichtbogens verlief:

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    Zunächst entstehen ionisierende Gase durch das Verdampfen der Kohleschicht des Sicherungswiderstands und das Platzen des VDR. Diese Gase machen die Strecke zwischen L1 und L2/L3 leitend. Mit zunehmender Erhitzung des Ursprungslichtbogens steigt dieser durch den Kamineffekt nach oben, bis er die Oberkante des Gehäuses in der Nähe der LAN-Buchse erreicht.

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    Deshalb kann eine weitere Maßnahme zur Abhilfe ergänzt werden:

    4. Abkleben der Lötpunkte der kleinen Subleiterplatte mit den Klemmen A und B mit einer Kapton-Folie. Damit wird die Gefahr des Entstehens eines Lichtbogens zwischen den beiden Leiterplatten vermindert.

    Nein. Beim Shelly 2.5 arbeitet ein ESP8266 als CPU, beim Shelly plus 2PM ein ESP32. Letzterer ist moderner und leistungsstärker, hat jedoch auch mehr Möglichkeiten zur Energieersparnis implementiert. Bei beiden Geräten ist die Packungsdichte im Gehäuse ähnlich ungünstig. Der wärmeabgebende Shunt zur Strommessung ist bei beiden Typen identisch.

    Fazit: Die modernere Technik ist wohl ausschlaggebend für das Temperaturmiveau! Und: Sobald ich den Prozessor ständig beschäftige, wird er keinen Strom sparen können. Daher ist die jeweilige Prozessortemperatur immer abhängig vom Polling eines ggfs. vorhandenen übergeordneten Systems!

    Weil für die Ansteuerung der Ventile ohnehin ein Relais benutzt werden muß, ist die Speisung der Ventile mit Wechselspannung und des UNI mit Gleichspannung kein Problem. Man hat sogar die Wahl, ob man Relais mit Gleichspannungs- oder Wechselspannungs-Spule verwendet, weil die Elektronik des UNI über die Optokoppler getrennt ist.

    Weil es das Fernmeldekabel J-Y(St)-Y nicht als zweiadriges Kabel gibt, würde ich jeweils zwei Adern parallel schalten. Wenn es eine lange Strecke ist, 0,8mm Querschnitt bevorzugen!

    I feel confused a bit: if the power input of the Prado push button is connected to L directly, then it should get all power it needs?

    Prado has at mains side two wires only! One wire is attached to live potential, the other to the consumer load. Energy needs two wires to flow! Thus, the power goes in via live and out via the second wire - to the load. In your application, the wire to the load ends at pin SW of Shelly, where only a few microamperes can flow. Too less to power the electronics of the Prado!

    Wobei sich auch Fachleute „verklemmen“ können: In einer Straße unseres Dorfes wurde vor vielen Jahren ein Mast-Trafo durch das EVU ausgetauscht. Beim Anklemmen des neuen Trafos wurde auf der Niederspannungsseite der Mittelpunkt nicht korrekt angeschlossen - Sternpunktverschiebung für den ganzen Straßenzug. Die lokalen Elektrohändler haben sich gefreut! Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

    Ein Nachtrag:

    Das Layout der Netzteil-Leiterplatte ist bereits geändert:

    Neu:

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    Alt:

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    Man erkennt, daß die Lage des Widerstands verschoben wurde - weg vom Steg!

    Interessant ist, daß die HW-Revision unverändert blieb: v0.0.3!

    prado is connected to L of dimmer, but I can also connect it directly to the line.

    Pin L of the Dimmer2 is IMHO connected to live wire of mains supply.

    So I would prefer to solve this without buying additional equipment if it would be possible.

    Disagree! If you need a boat to cross a river and have a car available, you’ll perish…

    Beim Shelly pro 3EM ist die Spannungsversorgung des Geräts wesentlich verbessert worden: Es wird ausschließlich über Klemme C gespeist; die beim Shelly 3EM vorhandene Drehstrom-Einweggleichrichtung ist entfallen.

    Dennoch kann auch ein Shelly pro 3EM völlig zerstört werden:

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    Das Schadensbild zeigt Schäden durch einen Lichtbogen vom Netzteil ausgehend bis zur LAN-Buchse.

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    Der Weg des Lichtbogens endet am Massebügel der LAN-Buchse. Es davon auszugehen, daß der Lichtbogen zwischen diesen beiden Punkte brannte (Der Metallkragen der LAN-Buchse ist gewöhnlich über STP-Patchkabel geerdet).

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    Auf der Netzteil-Subleiterplatte sind der VDR und der Sicherungswiderstand beschädigt.

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    Insbesondere der Sicherungswiderstand zeigt typische Spuren eines nicht bestimmungsgemäßen Ansprechens: Die Kohleschicht ist vollständig verbrannt.

    Eine Hypothese des Schadensverlaufs: Wegen einer Überspannung, entstanden durch (a) falsche Verdrahtung (zwei Außenleiter an Klemme C und N) oder (b) Sternpunktverschiebung ist der VDR zum Ansprechen gebracht worden. Der VDR wird schlagartig niederohmig, um die Überspannung abzuleiten. Jetzt sollte der Sicherungswiderstand ansprechen und abschalten. Leider ist wohl am Sicherungswiderstand ein Brand entstanden, der die gesamte Kohleschicht verdampft hat und ionisierende Gase ins Innere des Schelly entlassen hat. Weil der VDR damit weiterhin an der vollen Überspannung (bis 420V) lag, ist dieser ebenfalls geplatzt und hat seinen Anteil an Brandgasen beigesteuert. Das dadurch entstehende Lichtbogen-Plasma brannte zwischen dem Eintritt der Überspannung (Klemme C bzw. N) und dem Metallkragen der LAN-Buchse. Dabei wurde die komplette Elektronik des Shelly zerstört. Ein Indiz für eine Zerstörung der Elektronik ist durch einfache Spannungsmessung an der Stützbatterie möglich: Ist die Batterie komplett entleert, kann die Elektronik auf den Müll…

    Wie wäre solchen Schäden vorzubeugen? Wenn man mich fragen würde:

    1. Klemme C und N verwechslungssicher gestalten. Zum Beispiel durch eine unterschiedliche Farbe der Klemme N (blau)!

    2. Einsatz einer Picofuse an Stelle des Sicherungswiderstands. IMHO haben Picofuses ein definierteres Abschaltverhalten, als Sicherungswiderstände. Kosten leider etwas mehr…

    3. Überziehen des Sicherungswiderstands bzw. der Picofuse und des VDR mit flammhemmendem Schrumpfschlauch. Dies würde das Auftreten eines Lichtbogen-Plasmas mit den gezeigten Auswirkungen eindämmen.

    4. Abkleben der Lötpunkte der kleinen Subleiterplatte mit den Klemmen A und B mit einer Kapton-Folie. Damit wird die Gefahr des Entstehens eines Lichtbogens zwischen den beiden Leiterplatten vermindert.

    Aber mich fragt ja keiner…

    Ganz im Ernst: Weshalb sollte der Hersteller mittels Mehraufwand einen Totalschaden verhindern und eine Reparierbarkeit ermöglichen, wenn keine Stelle da ist, die diese Reparatur ausführen soll/kann? Daher ist es so, wie es ist. Allerdings sollte der Gedanke eines weiterführenden Brandes bei solchen Fehlerketten nicht aus dem Auge verloren werden.

    Meint: Thomas

    Ok, let’s talk about light bulbs…

    The Prado button needs electrical power to operate. Thus, it must be connected between mains supply and consumer load. Unfortunately, pin SW of Shelly Dimmer2 (at which one line of the Prado is connected) delivers not enough energy. This is why the circuit will not work.

    Would recommend to use a relay/contactor with 230V AC coil and a NO contact. The coil is connected at Prado pin and neutral; the contact between live and pin SW of Shelly Dimmer2.

    Ist es denn egal, was noch an der Leitung zusätzlich hängt?

    Nein, ist es nicht: Alle Verbraucher/Erzeuger an der gleichen Leitung würden „mitgemessen“.

    Ich kann den doch an der Balkonkraftwerk Steckdose verbauen und die Phase der Steckdose mit der Stromzange messen.

    Korrekt. An der Stelle muß lediglich genügend Platz vorhanden sein - und die Umweltbedingungen sollten erfüllt sein (Temperatur, Feuchtigkeit, etc.).

    Hier ein Link zu einer Schaltung, mit der der Antrieb kalibrierfähig wird:

    Ob der Aufwand mit zwei Netzteilen lohnt, ist eine andere Sache…