Beiträge von thgoebel

    Ein Versuch mit einem Lastwiderstand von 1k brachte allerdings eine Ernüchterung:

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    Die volle Amplitude von 10V wird nicht mehr erreicht! Dies liegt am hohen Ron des Phototransistors, welcher nicht in die Sättigung gerät, weil die LED nur mit knapp 3mA betrieben wird.

    Dies ist aus dem Kennlinienfeld leicht zu erkennen:

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    Bei knapp 3mA IF und einem Strom IC = 5mA befinden wir uns nicht mehr im Darstellungsbereich des Diagramms!

    Eine Tabelle zeigt die Freiheitsgrade:

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    Der Strom durch die LED (IF) kann mit einer äußeren Beschaltung nicht erhöht werden. Daher muß der kleinstmögliche Lastwiderstand gesucht werden, mit dem eine optimale Anstiegszeit möglich ist.

    Dies scheint bei einem Lastwiderstand von 3,2k gegeben zu sein: Dann fließt ein Kollektorstrom von 3mA; die Amplitude des PWM-Signals ist mit 9,9V noch ausreichend.

    Die erreichbare Anstiegszeit liegt dann, wie die Meßwerte zeigen, bei rd. 20µs:

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    Hier ein Oszillogramm mit Brightness 10% und einem Lastwiderstand von 3,2k:

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    Die Abweichungen des Tastverhältnisses und des Mittelwerts der Spannung bei der drei verschiedenen Lastwiderständen zeigen klar, daß RL = 3,2k am geeignetsten ist:

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    Der Ausreißer bei 1% Brightness ist unter den gegebenen Umständen leider unvermeidbar.

    Die Tabelle der Meßwerte für RL 3,2kΩ:

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    Weil das Add-On „plus“ 3mA Referenzspannung liefern kann, kann diese Schaltung verwendet werden:

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    Schaltplan A

    Mit der Parallelschaltung des internen Widerstands R1 und 4,7kΩ extern ergibt sich der gewünschte Lastwiderstand von 3,2kΩ.

    Alternativ kann die PWM auch am Lastwiderstand abgegriffen werden. Man erreicht damit eine Umkehr der Logik: Die Einstellung „90% Brightness“ entspricht dann 1V bzw. einem Tastverhältnis von 10%. Die Schaltung:

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    Schaltplan B

    Es verlockt, den Mittelwert des PWM-Signals mit dem Add-On-eigenen Analogeingang zu messen. Dazu muß man die blaue Verbindung im Schaltplan A einfügen. Das Ergebnis ist jedoch enttäuschend: Die angezeigte Spannung „zappelt“ – in kurzen Abständen wird ein Wert angezeigt, der um rd. 0,5V größer oder kleiner als der erwartete Wert ist. Ein Blick aufs Oszilloskop offenbart, daß das PWM-Signal von Störimpulsen überlagert ist, die asynchron zur PWM-Frequenz von 500Hz auftreten:

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    Dies scheint ein Hardware-„Bug“ zu sein…

    Weitere Schaltungsvarianten

    Wer das Add-On „plus“ nicht verwenden möchte, sondern eine externe Spannungsquelle, kann dies tun. Wichtig ist die Wahl des Lastwiderstands! 3,3kΩ haben sich als Optimum erwiesen.

    Ausblick

    Ein Praxistest mit einem Meanwell-Dimmer folgt; ebenso ein Test mit meinem Belimo-Stellantrieb.


    Wünschenswert wäre eine Änderung der Ansteuerung des Optokopplers, damit der äußere Lastwiderstand auf Werte kleiner 3,3k gesenkt werden könnte! Dazu müsste der Vorwiderstand der LED des Optokopplers auf 100 reduziert werden, damit der Phototransistor auf der Sekundärseite in die Sättigung gerät. Aber das kann nur der Hersteller…

    Dank

    Herzlichen Dank an Sascha Rühling, Inhaber von shellyparts, der mir einen Shelly plus 0-10V kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

    Oszillogramme anderer Tastverhältnisse:

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    Bei dieser Einstellung macht sich bereits der Einfluß des langsamen Anstiegs der Signalflanke bemerkbar: Das PWM-Signal erreicht bereits nicht mehr 10V!

    Das wird noch schlimmer:

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    Hier beträgt die Amplitude nur mehr 7,42V!

    Vergrößert man den Zeitmaßstab, erkennt man den Einfluss der Anstiegszeit:

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    Wir messen eine Anstiegszeit von mehr als 33µs! Die tatsächliche Anstiegszeit wäre noch größer, wenn der Impuls lange genug dauern würde, um das Plateau zu erreichen. So beginnt bereits am Ende des Anstiegs die abfallende Flanke.

    Dadurch wird die Umsetzung der Vorgabe („Brightness“ in Prozent) in ein Tastverhältnis bzw. einen Mittelwert einer Spannung recht ungenau. Hat das etwa mit der Ansteuerung des Optokopplers zu tun?

    Schauen wir uns die interne Schaltung an:

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    Die Spannung auf der „LED-Seite“ des Optokopplers, gemessen an Pin15 des ESP32, sieht so aus:

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    Ein sehr sauberes Rechtecksignal. Die Flanken sind mit je 9ns als steil zu bezeichnen:

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    Woher rührt die drastische Verlängerung der ansteigenden Flanke? Einblick ins Datenblatt des EL817 offenbart die Rolle des Lastwiderstands auf der „Phototransistorseite“ des Optokopplers:


    Der Lastwiderstand beträgt in der gewählten Schaltung 10k! Denkbar ungünstig…

    Fortsetzung im nächsten Beitrag...

    Vor einigen Tagen kam mein Shelly plus 0-10V Dimmer an:

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    Bemerkens- und lobenswert ist, daß auf vermeidbaren Kunststoff bei der Verpackung verzichtet wurde! Die Passform in der Schachtel besteht jetzt aus Papier:

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    Öffnet man das Gehäuse, sieht man eine „übersichtliche“ Anordnung von Bauteilen:

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    Vieles kommt uns von Generation 2 Shellies bekannt vor: Die beiden Step-Down-Regler für 12V und 3,3V sind Standard. Eine Picofuse 500mA (träge), der übliche VDR und zwei 3,3µF/400V-Elkos (in gelb). Der Siebelko für die 12V-Schiene ist ein 330µF/16V Typ (in braun). Alle drei Elkos stammen von YongMing. Ein neues Bauteil ist der Optokoppler EL817. Ein Datenblatt dazu ist bei Fa. Reichelt zu finden:


    https://www.reichelt.de/index.html?ACT…2FEL817-EVL.pdf

    Die Unterseite der Leiterplatte enthält nur ein IC – den ESP32:

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    Inbetriebnahme

    Habe zunächst den Gedanken verfolgt, den Shelly, der ja keine Spannung 0 bis 10V liefert, sondern einen PWM-modulierten, potentialfreien Schalter besitzt, eigenständig und aktiv zu betreiben. Dazu steckt man ein Add-On "plus" auf, welches die erforderlichen 10V DC galvanisch getrennt bereitstellt:

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    In dieser Schaltungsanordnung liefert die Kombination eine Spannung an „PWM“ ab: Bei der Reglerstellung „Brightness 100%“ liegen 10V an; bei „Brightness 0%“ 0V. Die Logik stimmt also soweit…

    Gespeist habe ich den Shelly für die Messungen mit 24V DC. Wie üblich, wird +24V an Klemme N angeschlossen; GND/Minus an Klemme L. Die Stromaufnahme bei 24V-Speisung beträgt rd. 50mA.

    Wie sieht das Signal an den Anschlüssen „PWM“ aus?

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    Ein Rechtecksignal mit einem Tastverhältnis von 50% und einer Amplitude von knapp 10V. Leider ist die ansteigende Flanke recht „rund“. Das ist auch der Grund für die zu geringe Anzeige des (gemessenen) Tastverhältnisses von 48,1% (Angabe „Dty+:“). Auf die Ursache dieses Effektes kommen wir noch zu sprechen…

    Der im Diagramm angegebene Wert “Mean: 4,75V“ ist der gemessene Mittelwert der Spannung, die sich aus dem PWM-Signal ergibt. Ein DMM mit „TrueRMS“ wird den gleichen Wert anzeigen!

    Der Wert für „RMS“ (Effektivwert) ist mit 6,76V erheblich höher. Das ist kein Fehler, denn der Effektivwert eines symmetrischen Rechtecksignals berechnet sich nach der Formel:

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    Für den Mittelwert gilt diese Formel:

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    Legende:

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    Wir erwarten daher einen Effektivwert von 7,07V bei dem Tastverhältnis von 50%!

    Oszillogramme anderer Tastverhältnisse folgen im nächsten Beitrag!

    Habe heute zwei weitere fabrikneue Shelly Mini 1 von shellyparts erhalten: Beide Geräte haben keine Verbindung zwischen der Kathode der Diode D2 und der Anode von D1. Es handelt sich daher nachweislich um einen Layout-Fehler. Dies wurde auch nach einem Gespräch zwischen einem Mitglied des QA-Teams und einem Entwickler in Sofia bestätigt. Daher wiederhole ich die Warnung:

    Ein Shelly Mini 1 darf nicht mit N-Potential am SW-Eingang geschaltet werden!

    Wer diese Funktion benötigt, möge einen Widerstand vor Klemme SW schalten:

    thgoebel
    2. September 2021 um 18:57

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    Da wäre ein PF unter 0,5. Leider ist bei dem trüben Wetter der Speicher leer und vom Himmel kommt auch nichts. Daher habe ich aktuell nur Bezug aus dem Netz…

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    Diese Adapter für die Stromwandler gibt es (noch) nicht! Mit diesen könnte man Ströme größer 60A korrekt messen. Sind diese Adapter eingesetzt, müssen auch die entsprechenden Häkchen gesetzt werden.

    Anmerkung am Rande: IMHO wird es diese Adapter nie geben. Der Nachfolger (Shelly pro 3EM) ist bereits auf dem Markt - und um Generation 1 Shellies, wie der 3EM einer ist, kümmert sich kein Schwein mehr…

    Die Pfeile in Deinem schönen Bild zeigen alle in die richtige Richtung: Vor allem der zur PV-Anlage! Der zeigt nämlich in die gleiche Richtung, wie die Pfeile zu den Verbrauchern. Daher wird ein Verbraucher eine positive Leistung anzeigen, die PV-Anlage jedoch negative Leistung. So, wie es sein soll! Denn die Entscheidung, ob plus oder minus angezeigt wird, liegt im Leistungsfluß begründet (und leider auch in der Montage der Wandler). Der Wandler „merkt“ in welche Richtung die Leistung fließt!

    Beim Betrachten des Fotos fällt auf, daß der Sicherungswiderstand ausgelöst hat, weil der VDR ausgefallen ist (Kurzschluß im VDR). Offenbar lag der Fehlerstrom unterhalb der Auslöseschwelle jeder einzelnen Feinsicherung. Dennoch ist er hoch genug gewesen, den Widerstand zum Ansprechen zu bringen. Dazu genügen 250mA (der Widerstand hat ein Rating von 0,5W). Wenn dieser Strom sauber auf die drei Phasen verteilt ist (wovon man ausgehen darf), sprechen die Feinsicherungen bei gut 80mA noch nicht an.

    Fazit: Normales Verhalten. Offen bleibt die Frage, weshalb der VDR degradiert ist? Die üblichen Verdächtigen sind: Vorsintflutliche Leuchtstoffröhren mit Bi-Metall-Starter oder induktive Lasten (Schütz!?) ohne Snubber. Weil der Shelly 3EM gewöhnlich an drei Phasen angeschlossen ist, genügt die Tatsache, daß irgendwo im Hausnetz solche Erzeuger von transienten Spannungsspitzen vorhanden sind.

    Habe den Test mit dem Shelly Mini 1PM abgebrochen: Seit 10.20 Uhr ist kein Fehler beim Schalten über N-Potential aufgetreten! Damit kann die in Beitrag #65 angegebene Warnung für den Shelly Mini 1PM zurückgenommen werden.

    Die Temperatur ist beim Mini 1PM naturgemäß höher, als beim Mini 1, weil der „Energy Meter“-Chip seinen Anteil am Stromverbrauch fordert und damit die Temperatur steigt. Eingeschaltet war das Relais ohne Last.

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    Die Hypothese, daß beim Shelly Mini 1 die fragliche Leiterbahn ab Werk fehlt, werde ich alsbald überprüfen. Habe soeben zwei Geräte bestellt…