Natürlich sind Shelly plus 2PM auch auf Polwendefunktion umzubauen: Schließlich ist das Relaismodul identisch mit dem des Shelly 2.5. Allerdings hat, sich bei mehreren Umbauten gezeigt, daß das Tauschen der beiden NO-Relais gegen eine NO/NC-Typ nicht ausreicht. Der Grund liegt im kleineren Spulenwiderstand der Relais mit Umschaltekontakt und in der Dimensionierung der Relaistreiber. Hier die Schaltung der Relaistreiber - beide Kanäle sind identisch aufgebaut:
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In rot: Bauteilbezeichnungen für Kanal 1, in grün: Kanal 2.
R ist das Relais, welches im Original einen Spulenwiderstand von 720Ω aufweist. Dafür ist die Treiberschaltung ausgelegt. Bereits mit diesem Spulenwiderstand schaltet Q5/Q6 nicht in Sättigung! Das Relais mit Umschaltekontakt hat weniger als den halben Spulenwiderstand - damit und dem 100kΩ-Basiswiderstand von Q5/Q6 muß das Relais mit einer Arbeitsspannung von rd. 9 bis 10V auskommen, was nicht immer ausreicht. Daher müssen R38 und R39 auf 47kΩ verkleinert werden. Bei SMD-Baugröße 0402 ist das eine Herausforderung, aber machbar:
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Dies betrifft auch Umbauten von Shelly 2.5 - die Schaltung der Relaistreiber ist identisch!
Auf der gezeigten Leiterplatte wurden alle Bauteile entfernt, die für einen Betrieb als Polwender mit 12V-Versorgung nicht erforderlich sind: Bauteile des Primärwandlers und der Spannungsteiler für die Spannungsmessung, die bei Gleichspannung ohnehin nicht funktioniert.
Die Modifikation der Relaisbaugruppe ist bereits zu Beginn dieses Thread gezeigt worden. Allerdings habe ich jetzt eine Methode gefunden, den Aufbau platzsparender zu gestalten:
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Die Verwendung von Cu-Folie spart einen Millimeter Aufbauhöhe auf beiden Seiten ein; Kapton-Folie sorgt für gute Isolierung.
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Der „Gemeinsame“ Mittenkontakt des Umschalters wird ebenfalls mit Cu-Folie herausgeführt…
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…und mit Klemme N verbunden:
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Die 12V-Versorgung wird über die vorhandene Diode als Verpolungsschutz zum Pluspol des 330μF-Elkos geführt.
Die Symbol-Darstellung:
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Und das fertige Produkt:
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Eine kleine Schwäche der Realisierung mit Shelly plus 2PM sei nicht verschwiegen: Bei der Erfordernis, dauerhaft zu schalten (also nicht nur einen Linearantrieb zwischen den Endlagen zu verfahren), kann beim Shally plus 2PM der „Cover-Mode“ nicht genutzt werden! Dies liegt daran, daß die Laufzeit in der Konfiguration im Gegensatz zum Shelly 2.5 nicht mehr auf „unendlich“ gesetzt werden kann. Es muß daher der „Switch-Mode“ genutzt werden, was keinen wirklichen Nachteil darstellt: Bedingt durch die Schaltung, dürfen auch beide Relais auf „ein“ gesetzt werden. Für den angeschlossenen Antrieb heißt das ebenfalls „aus“ - es ist keine Beschädigung des Antriebs möglich.
Damit ergibt sich folgender Anschalteplan:
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Die erforderlichen Endschalter im Motor sind nicht dargestellt. Der Plan ist auch für Shelly 2.5-Umbauten als Poswender gültig.
Nachtrag: Baut man einen kleinen Step-Down-Converter ein, so ist der Betrieb auch mit Spannungen zwischen 24V und 32V möglich.
Nachtrag 2: Auf Anfrage modifiziere ich gerne Shelly 2.5 bzw. Plus 2PM als Polwender.