Wie Michael und Axel schon geschrieben haben muß man bei massiven Leitern beim Einbau schon vorsichtig sein, aber wenn man die Shellys nicht gerade mit roher Gewalt in die Dose "stopft", dann passiert im Normalfall nichts. Ich habe inzwischen über 30 Shellys in UP-Dosen verbaut und hatte noch keine Probleme.
Aber ich sehe durchaus ein paar konstruktionsbedingte Probleme:
- Die Klemmen werden nur durch die verlöteten Kontakte auf der Platine gehalten. Es gibt keine weitere mechanische Befestigung. Es gibt z.B. auch Klemmen die zusätzlich mechanisch mit der Platine verbunden sind (genietet). Das würde aber wieder Platz (und Geld) kosten. Und wenn man die Produkte so klein und kostengünstig wie möglich anbieten will dann fällt so eine Option halt hinten runter.
- Die Metallzunge in der Klemme (zwischen Schraube und Leiter) ist glatt und hat daher eine relativ kleine Haltekraft, d.h. man muß die Klemmen schon relativ fest anziehen damit die Leiter auch sicher halten. Dadurch kommt man allerdings auch schnell an die mechanischen Grenzen der Klemmen.
- Dabei kommt es dann wieder auf die Qualität der Klemme an. Ich kann mich noch sehr gut an Probleme während meiner Zeit im Prüffeld erinnern. Da hatten wir z.B. auch solche Printklemmen auf Automationsgeräten. Bei den Klemmen von AMP ist bei Überlastung durch zu festes Anziehen der Schraube der Klemmenblock gebrochen und damit war der angeschlossene Leiter wieder lose (was man nicht immer direkt merkt). Die gleichen Klemmen von Phoenix-Contact sind da besser konstruiert. Wenn man die zu fest anzieht geht zuerst die Schraube kaputt und nicht die Klemme. Und die Schraube kann man im Zweifel austauschen.
Aber unabhängig von all dem kann ich Dir nur raten den "blitzenden" Shelly sofort auszutauschen bevor Du irgendwann einen Schmorbrand auslöst.