Die Dinger nennt man nicht ohne Grund "Lügenstift". Ich bezweifle extrem, dass sich da eine nennenswerte Spannung über die komplette Wand aufgebaut hat, oder hast du mal Wand gegen Erde gemessen? Du schreibst ja selbst, dass man beim Berühren der Wand nichts gespürt hat.
Dann hast ja richtig erkannt, was ich geschrieben habe. Wozu dann noch die Frage?
Leider erkennst auch du die Gefahr nicht, von der ich geschrieben habe und nicht, dass eine nicht/kaum fühlbare Feuchte ausreichend ist.
Habt ihr schonmal so richtig schön knusprige Stegleitungen aus Wänden gepult? Also da mache ich mir irgendwie mehr Sorgen, dass da mal die eine oder andere Spannung in die Wand flüchtet als bei einer hinten aufgestemmten Dose.
Dir ist bewusst, dass Impu z.B. im Bad nicht mehr verlegt werden darf? Finde die Parallelen zur feuchten (nicht unbedingt nassen) Wand.
Fragt sich auch, was das mit einer aufgestemmten Dose zu tun hat - hat der Maler die Dose innen auch gleich mit gestrichen? Anbohren kann im Übrigen immer passieren, hat ebenfalls nichts mit Rückwänden von Dosen zu tun. Und wie jemand Anderes schon schrieb, wenn die Wand so feucht ist, dass sie Strom leitet, dann hat man ganz andere Probleme in der Bude.
Es dient als Vergleich, um die Gefahr zu erkennen.
Oft wird auch vergessen, dass nicht jeder den Meister gemacht hat. Ein normaler Elektroninstallateur hat meistens nie eine VDE zu Gesicht bekommen.
Und ich bin Elektrotechnikermeister und habe mir, da augenscheinlich Interesse bestand, die Arbeit gemacht und die VDE gewälzt, um Klarheit zu schaffen, was nicht ganz unaufwändig ist. Ich habe auf die beschriebenen Gefahren hingewiesen und Vergleiche gegeben. Anstatt für die Mühe dankbar zu sein, wird der Sinn angezweifelt. Ich habe ebenso meine persönliche Meinung dazu umschrieben, um nicht irgendwen zu regelwidrigem Handeln zu vverleiten. Die Gefahr ist da und kann auch nach Jahren der Trocknung noch Folgen haben, wie mein Beispiel beschreibt.
Ich weiß viele Dinge auch nur, weil ich sie mir halt aus Interesse selbst
Dann solltest Du vielleicht eine Lehre zum Elektroinstallateur machen, dann erkennst Du vielleicht eher die Gefahren, die entstehen können und nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind.
Sowas beeindruckt mich nicht wirklich, denn wie ich oben schonmal schrieb ist logisches Denken und das Abwägen von Gefahren vor Ort je nach Gegebenheiten viel wichtiger auf dem Bau.
Logisches Denken hilft Dir jedoch nicht, wenn du die Gefahr nicht verstehst und nicht berücksichtigt, was passieren kann, da dir Wissen fehlt.
Wenn aus der Steckdose mehr Wasser als Strom läuft, dann lasse ich die Rückwand der Dose auch lieber drin und lege dann ein winziges Abflussrohr zum nächstgelegenen Gulli.
Wie beschrieben reicht leichte Feuchtigkeit ggf. aus um einen Fehler zu verursachen. Ein Fehler bedeutet nicht gleich, dass es kribbelt. Ein Fehler bestand bei meinem Onkel noch nach Jahren, obwohl die Wand bereits lange wieder trocken war und nicht viel Wasser im Spiel war. Über Jahre summieren sich die 20W, sprich ca. 40,-€ / Jahr, die man für nichts gezahlt hat. Dieses dient als Vergleich, was passieren kann, auch in einer Schalterdose, sollte eine Ader nicht vernünftig isoliert sein oder sonstiges. Obwohl ich nicht viele Installationen gemacht habe, habe ich ausreichend durch vermutlich Zangen beschädigte Isolierungen gesehen, die bei einer ausgestemmten Rückwand Kontakt zum Mauerwerk bekommen könnten.
Vielleicht hat jemand Lust den Widerstand auf einer Strecke von. z.B. 5cm auf befeuchtetem Kunststoff und auf 5cm befeuchtetem Kalksandstein zu messen. Ich habe da so eine Vermutung bzgl. des Widerstandes aufgrund von Mineralien im Kalksandstein.
Ich habe Euch die Texte rausgesucht und zitiert. Dort steht eindeutig, dass die Rückwand nicht drin sein muss, jedoch auch eindeutig, welche Umstände dadurch nicht herbeigeführt werden dürfen. Könnt ihr dieses ausschließen, dann ist alles gut. Allerdings kann niemand in die Zukunft sehen und im Schadensfall wird dann geguckt, ob sich an die Regeln gehalten wird und da habt ihr dann bessere Karten, wenn die Rückwand drin ist und ihr euch darauf berufen könnt, nach den Regeln installiert zu haben. Führt ihr, auch wenn es unbewusst ist, Gefahren herbei, dann könnt ihr dafür haftbar gemacht werden. Wer das nicht akzeptieren will, sollte meiner Meinung nach nicht an einer Hausinstallation arbeiten.
Also nehmt die Texte für euch mit und entscheidet für euch, wie ihr handeln wollt. Die VDE ist ein Regelwerk und kein Gesetz, daher gibt es kein "darf man" oder "darf man nicht". Jedoch kann die Arbeit leichter angefochten werden, richtet man sich nicht nach diesen Regeln.
Schade ist es, dass hier gut gemeinte Hinweise so zerissen werden ...