Okay - weil ich gut geschlafen habe und gut gelaunt bin hier der Plan für meine Inselanlage. Ich wollte zuerst alles über Victron machen, aber das wäre nicht nur viel teuerer gewesen, sondern ich hätte einiges an Installationsaufwand gehabt (Sicherungen, Busbars etc.). Das hier kann jeder bauen der eine Steckdose installieren kann.
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Erläuterung:
An jedem Panel ist ein Hoymiles HMS-500 angeschlossen. Ich benötige wie gesagt für jedes Panel einen MPTT (kann man auch anders machen). Diese kleinen WR sind auch viel günstiger als z.B. die SmartSolar von Victron - und wir arbeiten nachrangig mit Netzstrom, nicht mit den dicken PV-Gleichstromkabeln. Das ist viel praktischer und billiger. Diese 4 Wechselrichter werden noch unter dem Dach auf dem sie aufliegen auf das Inselstromnetz gelegt. So muss ich nur ein dickes (2,5quadrat) Kabel weiter verlegen anstatt 4 Netzkabel. (https://www.hoymiles.com/de/products/hm…450-500-1t.html - nicht die -W-Serie!!!)
Der Victron Mulitiplus ist das Herzstück. Er bildet den Inselstromkreis und entlädt bzw. lädt die Batterie. (https://www.victronenergy.de/inverters-chargers/multiplus-ii-gx - GX ist wichtig - später dazu mehr)
Der Akku ist ein EEL mit astronomischen 16kWh. Ja, das ist viel - aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist super! Für den Preis bekommst du von anderen Herstellern 5kWh. Ausserdem ist es ein Bausatz. Das kommt in Einzelpaketen per DHL und man kann Gehäuse und Batterien separat in den Keller schleppen und dort zusammenbauen (https://youtu.be/yu6VoH4U0Sw?si=QrAn2Yj3G1ZcmAgf)
Mit OpenDtu werden die Hoymiles eingestellt - sprich: wenn die Batterie voll ist (eher selten) wird die Abgabeleistung der WR reduziert. Die Batterie- und Verbrauchsdaten holt sich OpenDTU vom Victron. Ich nehme eine fertige OpenDTU mit Batterie und Victron Anschluss (https://www.dtushop.de/products/opend…ekt-mit-display).
Details:
1. Man kann über den Victron die Batterie vom Hausnetz aus laden. Der Stromfluß ist nur in eine Richtung (in die Batterie) - es fließt also kein PV-Strom ins Netz. Damit gelten die Netze nicht als "verbunden", die Insel ist nach wie vor eine Insel (mit Frischwasserleitung vom Festland). Man muss hier auch keine feste Verbindung schaffen, wenn man die Batterie laden will kann man auch mal einen Stecker einstecken.
2. Bei den Verbrauchern kommt jetzt der Notstromschalter ins Spiel. Vor jedem größeren Verbraucher sitzt so ein Schalter. Er wird sowohl mit dem PV-Netz als auch mit dem Hausnetz (Grid) verbunden. Das Hausnetz liegt auf A, das PV-Netz auf B. Der Schalter schaltet den Verbraucher dem Netz zu das Strom führt. Führen beide Strom bekommt A den Zuschlag (Priorisierung). Wenn man jetzt (über Shelly) das Hausnetz smart abschaltet, schaltet er sich auf "Notstrom" - in unserem Fall das PV-Netz. Das heißt: bei uns ist in der Regel der Shelly offen und das Hausnetz abgeklemmt - der Verbraucher läuft über PV. Wollen wir wechseln, dann schalten wir den Shelly ein, es liegt dann Strom an A an und der Notstromschalter schaltet um.
WICHTIG: auch hier liegt keine Verbindung der beiden Netze vor, mit der man die volle Macht der Gesetze im Nacken hat. Der Verbraucher wird vom Inselnetz getrennt und mit dem Hausnetz verbunden. Das ist wie Stecker in eine andere Dose stecken.
Wir haben also zwei Möglichkeiten die Anlage zu steuern. Wir können aus dem Hausnetz (Grid) den Akku nachladen oder wir können einzelne Verbraucher selektiv zwischen Hausnetz und PV-Netz wechseln.
Für letzteres brauchen wir die GX-Version des Victron! Auf dem dort eingebauten Rechner ist "Venus OS" installiert, dass ein upgrade auf "Venus OS Large" erfahren muss. Dort ist NodeRed eingebaut, mit dem man externe Devices (wie den Shelly am Notstromschalter) regelbasiert schalten kann: "Wenn Batterieleistung <30% schalte Shelly für Kühlschrank AN" - und dann wechselt der Kühlschrank wie von Geisterhand auf die böse Seite der Macht ...
Das ist bisher fundierte aber auch blanke Theorie!!!
Ich freue mich über jede sinnvolle Ergänzung oder auch Vernichtung meines Plans. Ich werde jetzt im ersten Schritt die Hoymiles besorgen, den alten Deye rausschmeissen und gegen zwei Hoymiles ersetzen. Mit der OpenDTU kann ich dann messen welche Leistung ein Panel wirklich an einem vollsonnigen Tag liefert. Daraus kann ich dann die realistische Leistung von 4 Panels errechnen. Den Verbrauch der angeschlossenen Geräte gegengerechnet zeigt sich ob ich den EEL überhaupt jemals gefüllt bekomme. Ich meine als Notstromspeicher schön und gut - aber vielleicht gibt es da noch eine kleinere und preiswertere Alternative.
(P.S.: ja, das ist jetzt nicht gesetzeskonform, aber es ist ja auch kein Dauerzustand sondern nur eine Testphase!)
Also step-by-step. Jetzt muss erst mal das Frühjahr kommen, damit ich an die Panels rankomme ...